Donnerstag, 12.11.2026 19:00 Uhr
Vortrag: Ausgrabungen in Ladenburg durch Mitglieder des Mannheimer Altertumsvereins bis 1926
Veranstaltungsort
Domhof Ladenburg
Beschreibung
Mit den archäologischen Ausgrabungen in Ladenburg, die Mitglieder des Mannheimer Altertumsvereins bis 1926 durchgeführt haben, befasst sich Dr. Klaus Wirth im Rahmen eines Vortrags am Donnerstag, 12. November, um 19:00 Uhr im Domhof in Ladenburg, Hauptstraße 9.
Den Anstoß für die Gründung des Mannheimer Altertumsvereins (MAV) am 2. April 1859 gaben archäologische Funde wie Tongefäße, Münzen oder auch Tierknochen, die auf dem Gelände der ehemaligen Kahn‘schen Bettfedernfabrik in der Mannheimer Innenstadt gemacht wurden. In der Folgezeit wurden die Ausgrabungstätigkeiten des MAV bis weit über die regionalen Grenzen hinaus ausgedehnt und lieferten zum Teil bedeutende, für die Fachwelt wissenschaftlich hochwertige Funde. Mit Ausgrabungen in Ladenburg begann man bereits am Ende der 1860er Jahre. Zu sensationellen Grabungsergebnissen kam es jedoch erst in den Jahren 1908 bis 1913. Der vom MAV beauftragte Hermann Gropengießer konnte erstmalig den Nachweis einer römischen Marktbasilika sowie eines Kastells mit Teilen der Umfassungsmauer und des Tores erbringen. Zudem fand sich mit Carl Reiß ein Mäzen, der neue Ausgrabungen in Ladenburg lange Zeit finanzierte.
Der Vortrag von Dr. Klaus Wirth thematisiert eben diese Ausgrabungsphase sowohl unter Zuhilfenahme archäologischer Funde als auch durch die Auswertung damaliger Zeitungsartikel. Die ursprünglichen Grabungsdokumentationen sind leider weitgehend verloren.
Die Veranstaltung wird vom Kreisarchiv des Rhein-Neckar-Kreises in Zusammenarbeit mit der VHS Ladenburg-Ilvesheim und dem Heimatbund Ladenburg durchgeführt.
Alle historisch Interessierten sind bei freiem Eintritt herzlich eingeladen!

