Terra preta: Gut für den eigenen Garten und den Klimaschutz

Gruppenbild mit den beiden Autoren
Landrat Manuel Just (2. v. r.) dankte zusammen mit Stefan Hildebrandt, Erster Landesbeamter, den Autoren Reiner Dick (links) und Susanne Kaiser-Asoronye (2. v. l.) für die Vorstellung ihres Buches "Terra preta" im Landratsamt.

"Doppelt so groß, doppelt so grün, doppelt so schmackhaft" – auf diesen einprägsamen Nenner brachte Reiner Dick die Erträge in seinem Garten, die er dank der Verwendung von „Terra preta“ erzielt. Denn um die schwarze Erde, die „Terra preta“, drehte sich der Vortrag zum gleichnamigen Buch des Heimatvereins Kraichgau, zu dem das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis in Heidelberg eingeladen hatte.

Heimatverein Kraichgau stellt aktuelles Buch im Landratsamt vor

Der Vortrag von den Autoren Reiner Dick und Vorstandsvorsitzender Susanne Kaiser-Asoronye mit der anschließenden, lebendigen Diskussion machten schnell deutlich: Zwar ist Terra preta auch im privaten Garten ein zunehmend beliebter werdendes Mittel, um Erträge zu steigern. Doch die mit Pflanzenkohle und Nährstoffen angereicherte schwarze Erde kann eben noch mehr. Dick und Kaiser-Asoroyne stellten anhand vieler Beispiele dar, wie Terra preta auch als ein wichtiges Mittel für nachhaltige Landnutzung und Klimaschutz eingesetzt werden kann.

"Die in der Terra preta enthaltene Pflanzenkohle kann einen wichtigen Beitrag für Umweltschutz und CO2-Reduktion leisten. Denn die Herstellung von Pflanzenkohle bietet aktuell die Möglichkeit, CO2 sofort und unmittelbar zu binden und für Jahrhunderte gebunden zu halten“, fasste Landrat Manuel Just in seiner Begrüßung deshalb zusammen. Er hob das Beispiel des Eigenbetriebs für kommunale Aufgaben und Dienstleistungen Darmstadt hervor, die eine Karbonisierungsanlage gebaut haben, um offene Kreisläufe der Darmstädter Biomassen zu schließen und so für Klimaveränderungen gerüstet zu sein.

Pflanzenkohle selbst herstellen

Die Referenten vertieften das Beispiel und zeigten darüber hinaus weitere Anwendungsfälle für Landwirte, Winzer und den Privatgebrauch auf. Dick machte dabei auch immer wieder auf die Verantwortung für kommende Generationen aufmerksam. „Mit dem Einsatz von Terra preta lässt sich die CO2-Bilanz granatenmäßig aufbessern“, zeigte er sich überzeugt.
 
Auch nach dem Vortrag nutzten viele der Gäste die Möglichkeit, das ausgestellte Material sowie die mitgebrachte "Terra preta" anzuschauen oder ein Blick in das Buch des Heimatvereins zu werfen, in dem anschaulich die Möglichkeiten dargestellt sind, selbst Pflanzenkohle und Terra preta herzustellen.

Das Buch „Terra preta – Pflanzenkohle, effektive Mikroorganismen & Co: Für nachhaltige Landnutzung und Klimaschutz“, ISBN 978-3-912053-00-5, kann direkt über die Webseite des Heimatverein Kraichgau e.V., www.heimatverein-kraichgau.de, oder im Buchhandel zum Preis von 16 Euro erworben werden.