Erfolgreicher Einsatz für fair gehandelte Fußbälle

Gemeinsames Projekt von Anpfiff ins Leben e.V. und Rhein-Neckar-Kreis

Gruppenbild der Projektpartner mit den Fußbällen
Martin Sommer (Referatsleiter Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis), Markus Gaber (Gesamtkoordinator Sport Anpfiff ins Leben), Jörg Albrecht (1. Vorsitzender Anpfiff ins Leben) und Isabelle François (Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis/v.l.n.r.) freuen sich über den erfolgreichen Einsatz fair gehandelter Fußbälle.

Nach einem erfolgreichen Praxistest baut Anpfiff ins Leben sein Engagement für fair gehandelte Fußbälle weiter aus: Bereits 300 fair gehandelte Fußbälle kamen in den Anpfiff-Fußballcamps sowie den Fußballschulen des Vereins zum Einsatz. Aktuell werden weitere 600 Bälle für die Jugendmannschaften der Anpfiff-Partnervereine FC-Astoria Walldorf, FC Speyer 09, SG Heidelberg-Kirchheim, Ludwigshafener SC und SV Gimbsheim angeschafft. Der Impuls für das Projekt entstand im Austausch mit dem Rhein-Neckar-Kreis.

Verantwortung über den Sportplatz hinaus übernehmen

„Mit der Anschaffung fair gehandelter Fußbälle möchten wir Verantwortung über den Sportplatz hinaus übernehmen. Die Bälle haben sich im täglichen Einsatz bewährt und verbinden sportliche Qualität mit einer positiven sozialen Wirkung“, sagt Jörg Albrecht, Vorsitzender von Anpfiff ins Leben.

Sport verbindet Menschen und vermittelt Werte. Für Anpfiff ins Leben gehört dazu auch ein verantwortungsvoller Umgang mit den Produkten, die im Trainings- und Spielbetrieb genutzt werden. Deshalb beschäftigt sich der Verein bereits seit einiger Zeit mit fair gehandelten Fußbällen.

Kreis ist Fairtrade-Landkreis

Ausgangspunkt war ein Austausch mit dem Rhein-Neckar-Kreis. Im Zuge der Auszeichnung des Kreises als Fairtrade-Kreis kamen Vertreterinnen und Vertreter des Landratsamts und von Anpfiff ins Leben ins Gespräch darüber, wie fair gehandelte Sportartikel im Vereinsalltag sichtbarer werden können. Daraus entwickelte sich die Idee, fair gehandelte Fußbälle nicht nur zu empfehlen, sondern sie unter realen Bedingungen im Trainingsbetrieb zu testen.

Im Rahmen des Projekts wurden Fußbälle verschiedener Hersteller unter anderem bei Bambini- und U12-Mannschaften eingesetzt. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: „Die Qualität der fair gehandelten Bälle steht herkömmlichen Trainingsbällen in nichts nach. Gleichzeitig leisten sie einen Beitrag zu besseren Arbeitsbedingungen in den Produktionsländern. Daher möchten wir die fair gehandelten Bälle künftig verstärkt einsetzen“, sagt Markus Gaber, Gesamtkoordination Sport & Kooperationspartner bei Anpfiff ins Leben.

Anpfiff ins Leben beschafft 900 fair gehandelte Fußbälle für Partnervereine

Bereits zu Beginn des Jahres beschaffte der Verein 300 fair gehandelte Fußbälle für seine Fußballcamps und Fußballschulen. Nun folgt der nächste Schritt: Die Jugendmannschaften der Anpfiff-Partnervereine werden mit weiteren 600 fair gehandelten Fußbällen ausgestattet.

Auch Isabelle François, Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, begrüßt die Entwicklung: „Der Austausch mit dem Verein hat weit mehr bewirkt als erwartet: Aus einem Praxistest ist ein sichtbares Zeichen für fairen Handel im Sport geworden. Denn wer könnte andere Vereine besser überzeugen als diejenigen, die faire Bälle selbst täglich nutzen?“

Mit der Anschaffung der fair gehandelten Fußbälle verbindet Anpfiff ins Leben sportliche Qualität mit gesellschaftlicher Verantwortung. Gleichzeitig möchte der Verein seine Partnervereine dafür sensibilisieren, wie nachhaltiges Handeln auch im Vereinsalltag ohne große Hürden umgesetzt werden kann.
 

*i*futbol*i*Faire Fußbälle: Kleiner Unterschied - große Wirkung

Rund 70 Prozent der weltweit produzierten Fußbälle werden in Pakistan hergestellt. In vielen Produktionsbetrieben erfolgt ein großer Teil der Fertigung weiterhin in Handarbeit.

Für fair gehandelte Fußbälle gelten verbindliche soziale Standards. Dazu gehören unter anderem gerechtere Bezahlung, sichere Arbeitsbedingungen sowie der Ausschluss von Kinderarbeit. Darüber hinaus fließen zusätzliche Fairtrade-Prämien in Gemeinschaftsprojekte vor Ort, etwa für Bildung, Gesundheitsangebote oder die Trinkwasserversorgung.

Für die Menschen in den Produktionsregionen kann dies einen spürbaren Unterschied machen, während der Preisunterschied beim Kauf oftmals gering ausfällt.

Medieninformation von Anpfiff ins Leben e.V.
www.anpfiffinsleben.de