Wichtiger Hinweis!

Persönliche Vorsprachen nur nach vorheriger Terminvereinbarung. Zutritt zu unseren Dienstgebäuden nur mit Mund-Nase-Bedeckung!

Sonderabfalldeponie Malsch

Überwachung und Nachsorge

Die ehemalige Sonderabfalldeponie Malsch liegt etwa 20 km südlich von Heidelberg an der B 3 in der Nähe der Ortschaft Malsch. In einer ehemaligen Tongrube wurden hier auf ca. 7 ha Gesamtfläche (ca. 5 ha verfüllt) zwischen 1971 und 1984 insgesamt etwa 700.000 Tonnen Sonderabfälle eingelagert.

Nach einer Betriebsunterbrechung, Abdichtungs-, Entwässerungs- und Ordnungsmaßnahmen engagiert sich das Land Baden-Württemberg seit 1976 mit dem Tochterunternehmen SMB Sondermüll-Betriebsgesellschaft mbH sowohl im ehemaligen Betrieb als auch bei Sicherungs- ­und Sanierungsmaßnahmen seit der ordnungsgemäßen Schließung der Deponie im Jahr 1984. Nach Abschluss der aktiven Sanierungsmaßnahme wurde die ehemalige Sonderabfalldeponie in die Nachsorgephase übernommen, für die ebenfalls die SMB verantwortlich zeichnet

Zur Nachsorge gehört insbesondere die Aufrechterhaltung einer ständig wirksamen hydraulischen Komponente des Sanierungskonzeptes, nämlich die Herstellung eines Druckgefälles des anstehenden Grundwassers von außen nach innen der vollständig umschlossenen und nach oben abgedichteten Deponie. Das abgepumpte Wasser wird in der betriebsinternen Sickerwasservorbehandlungsanlage vorbehandelt und dann einer Kläranlage zur weiteren Behandlung zugeführt. Auch der Betrieb dieser Sickerwasser-Reinigung gehört zur Nachsorge.

Ein besonders wichtiges Element ist die Umgebungsüberwachung. Hierbei werden meteorologische Daten und Wetterverhältnisse aufgezeichnet und ausgewertet sowie die Grundwassermessstellen und Brunnen im Abstrom der ehemaligen Deponie intensiv untersucht. Durch ein abgestuftes hydrochemisches Untersuchungsprogramm soll festgestellt werden, ob die Ausbreitung einer Schadstofffahne wirklich in messbarer Weise unterbleibt und ob bzw. wann diese Schadstofffahne mangels Nachschub abreißt. Technische Kontrollen des Betriebsgeländes, der Betriebsführung, der Sickerwasservorbehandlungsanlage und sonstiger Sicherungseinrichtungen ergänzen das Nachsorgeprogramm. Die Ergebnisse deuten auf einen Erfolg der durchgeführten Maßnahmen hin. Die Messungen sind jedoch noch über viele Jahre fortzusetzen.

Das Wasserrechtsamt betreut die Nachsorge und Überwachung der ehemaligen Sonderabfalldeponie rechtlich und fachtechnisch.