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Generalistische Pflegeausbildung

3 Personen mit weißen Kitteln zu sehen. Alle 3 lachen in die Kamera.
Foto: AdobeStock / M. Dörr & M. Frommherz

Aufgrund der demografischen Entwicklung und der Veränderungen in den Versorgungsstrukturen wandeln sich auch die Anforderungen an die pflegerische Versorgung und damit an das Pflegepersonal. In den Krankenhäusern steigt der Anteil älterer, demenziell veränderter Patienten, in den Pflegeheimen nimmt der medizinische Behandlungsbedarf der Bewohnerinnen und Bewohner zu. Der ambulante Pflegebereich wird immer wichtiger und ist in besonderer Weise auf breit qualifizierte und flexibel einsetzbare Pflegekräfte angewiesen. Die neue, generalistische Pflegeausbildung soll daher auf einen Einsatz in allen Arbeitsfeldern der Pflege vorbereiten, einen Wechsel zwischen den einzelnen Pflegebereichen erleichtern und den Pflegekräften selbst damit zugleich wohnortnahe Beschäftigungsmöglichkeiten und zusätzliche Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten eröffnen.

Mit dem bereits im Juli 2017 verkündeten Gesetz zur Reform der Pflegeberufe (PflBRefG) wird die Ausbildungslandschaft in Deutschland neu gestaltet, das Berufsbild der Pflegefachfrau/ des Pflegefachmanns eingeführt und die Einsatzfelder während der Ausbildung breit aufgestellt. 

Auszubildende absolvieren künftig Pflichteinsätze in den Bereichen der 

  • stationären Akutpflege,
  • stationären Langzeitpflege,
  • ambulanten Akut- und Langzeitpflege,
  • pädiatrischen Versorgung,
  • psychiatrischen Versorgung.

Die neue Berufsausbildung wird EU-weit anerkannt und bietet für die Absolventinnen und Absolventen zusätzliche Wechsel-, Einsatz- und Aufstiegsmöglichkeiten in allen Versorgungsbereichen der Pflege.

Durch die vielfältigen Einsätze während der Ausbildung erhöht sich der Aufwand der Ausbildungsorganisation und Ausbildungsplanung. Insbesondere kleinere Pflegeeinrichtungen sind nicht in der Lage, dem enormen Koordinationsaufwand Rechnung zu tragen. Hier bietet sich die Möglichkeit, die Wahrnehmung der Ausbildungskoordination über die kreiseigenen Pflegeschulen auf die koordinierende Stelle beim Rhein-Neckar-Kreis zu übertragen. Die Übertragung wird in einem Kooperationsvertrag geregelt. Nach Erhebung der Ausbildungssituation bei den Trägern der praktischen Ausbildung, werden aktuell die erforderlichen Praxisstellen zur Durchführung der externen Pflichteinsätze akquiriert mit einer erfreulich positiven Resonanz. Im unmittelbaren Anschluss daran werden die Einsätze koordiniert und die Ausbildungs- sowie Einsatzpläne für alle ausbildungsbeteiligten Einrichtungen erstellt.

Unter „Links und Downloads“ erhalten Sie Informationen und Vorlagen, die Sie als Träger der praktischen Ausbildung unterstützen sollen. Bitte haben Sie Verständnis, dass insbesondere die Vorlage des Ausbildungs- und Kooperationsvertrages lediglich als Handreichung dient und keine rechtliche Gewähr für die Inhalte übernommen werden kann. Das Merkblatt zur Ausbildungsverlaufsplanung ist dann relevant, wenn die Ausbildungsplanung und -organisation im Rahmen einer Aufgabenübertragung nach § 8 Abs. 4 Pflegeberufegesetz (PflBG) von der koordinierenden Stelle des Rhein-Neckar-Kreises wahrgenommen wird.