Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis ziehen Bilanz: Mehr Brände, mehr Nachwuchs
Die Jahresstatistik 2025 der Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis zeigt: Die Einsatzkräfte waren im vergangenen Jahr erneut stark gefordert. Vor allem die Zahl der Brände und Explosionen stieg deutlich an. Im vergangenen Jahr mussten die Freiwilligen Feuerwehren zu 1.229 Bränden oder Explosionsereignissen (2024: 1.015) ausrücken – darunter 71 Großbrände (2024: 50).
Bei den technischen Hilfeleistungen ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen: Die Feuerwehren leisteten 3.457 technische Hilfeeinsätze (2024: 3.687). Stefanie Heck, Kreisbrandmeisterin sowie Leiterin des Amts für Feuerwehr und Bevölkerungsschutz im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, erklärt, dass diese Schwankungen in der Statistik oft auf wetterbedingte Einflüsse zurückzuführen sind. So sind zum Beispiel die Einsätze im Zusammenhang mit Stürmen angestiegen – im Jahr 2025 wurden 275 solcher Einsätze (2024: 246) registriert.
Neben den Einsätzen im Brand- und Explosionsbereich führen die Feuerwehren jedes Jahr auch etliche Tierrettungen durch – 133 Einsätze stehen hier zu Buche (Vorjahr: 124). 965 Menschen wurden bei technischen Hilfeleistungen gerettet (2024: 1.001). Während Brandeinsätzen kam es zu 108 Rettungen von Menschenleben (2024: 48). Leider fordern Brandereignisse manchmal auch einen hohen Preis: Sechs Menschen verloren im vergangenen Jahr dabei ihr Leben (2024: 7). 46 verletzte Feuerwehrangehörige waren in 2025 zu beklagen (2024: 45).
Die Statistik zeigt zudem, dass die Anzahl an Fehlalarmierungen gefallen ist – 1.179 Mal war das im vergangenen Jahr der Fall (2024: 1.209), wobei ein Großteil (752) auf Brandmeldeanlagen zurückzuführen ist. Die böswilligen Alarmierungen gingen hingegen zurück und wurden mit 29 Fällen (2024: 45) verzeichnet.
Feuerwehrfamilie wächst weiter
Die Mitgliederzahlen spiegeln insgesamt eine leicht ansteigende Entwicklung wider. Während die Zahl der aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren mit 4.312 im Vergleich zu 4.292 im Vorjahr etwas stieg, ist auch die Zahl der weiblichen Einsatzkräfte erneut gestiegen – aktuell sind 588 Frauen aktiv (2024: 573). Auch der Nachwuchs zeigt einen erfreulichen Trend: Bei den Jugendfeuerwehren stieg die Zahl der Angehörigen von 2.239 (2024) auf 2.250 im Jahr 2025. Im gesamten Rhein-Neckar-Kreis sorgen übrigens insgesamt 96 freiwillige Feuerwehrabteilungen und zudem 8 Werkfeuerwehren für die Sicherheit der Bevölkerung und Unternehmen.
„Ob bei Bränden, Verkehrsunfällen, Unwettern oder anderen Notlagen: Auf die Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis ist jederzeit Verlass. Dass sich mehr als 4.300 Frauen und Männer ehrenamtlich für die Sicherheit ihrer Mitmenschen engagieren, ist alles andere als selbstverständlich und verdient große Anerkennung“, sagt Kreisbrandmeisterin Stefanie Heck.


