Bärlauch sammeln: Kreisforstamt gibt Tipps

Bärlauch im Feld
Bis zur Blüte dauert es noch etwas: Hier ein "Bärlauch-Teppich" im Wieslocher Dämmelwald

Vor allem zum Verfeinern von Suppen, Soßen, Dips und zur Herstellung von Pesto ist Bärlauch (Allium ursium) sehr beliebt. Doch Vorsicht – es besteht beim Sammeln eine Verwechslungsgefahr mit den giftigen Maiglöckchen. Um böse Überraschungen zu vermeiden, sollte man genau hinschauen, warnt das Kreisforstamt.

Je nach Standort beginnt das Wachstum des Bärlauches Ende Februar bis Mitte März. Die würzigen Blätter wachsen einzeln auf dünnen, hellgrünen bis weißen Stielen. Wenn man die Blätter zerpflückt, duften sie intensiv nach Knoblauch. Oft sind auch schon die Blütenknospen des Bärlauchs im Inneren des Blattschopfes zu erkennen. 

Maiglöckchen: Vorsicht Verwechsungsgefahr

Maiglöckchen treiben gewöhnlich in unserer Region ab Ende März bis Anfang April aus. Sie sind somit zwar etwas später voll entwickelt als der Bärlauch, aber die Wachstumszeiten überschneiden sich dennoch. Daher kann es durchaus zu Verwechslungen kommen. Im Gegensatz zum Bärlauch sitzen beim Maiglöckchen die Blätter zu zweit gepaart an einem Stiel. Der Blütenansatz mit den kugeligen Glöckchen wächst außen neben den Blättern. Der Verzehr von Maiglöckchen kann zu schweren Vergiftungen führen und bedarf einer schnellen ärztlichen Behandlung.

Nicht mehr als einen Handstrauß pflücken

„Das Pflücken von Wildkräutern sollte schonend und umsichtig erfolgen und darf die Größe eines Handstraußes nicht übersteigen. Größere Mengen bedürfen der Erlaubnis des Waldbesitzers“, erklärt zudem Manfred Robens, Leiter des Kreisforstamtes.

Gründlich waschen

Zur Herstellung von Pesto kann man übrigens Bärlauchblätter mit einem guten Öl (etwa Oliven- oder Rapsöl), je nach Geschmack mit Pinienkernen, Nüssen, Parmesan, Salz und Pfeffer zerstoßen oder fein hacken. Doch auch hier gilt es vorsichtig zu sein. Wie alle wild gesammelten Kräuter und Früchte können auch die Blätter des Bärlauchs Eier des kleinen Fuchsbandwurms tragen. Werden diese mit verzehrt, können sich Menschen mit dem gefährlichen Parasiten infizieren. Daher sollte man die Blätter immer mit mindestens 60 Grad warmem Wasser gründlich waschen, auch wenn sie dadurch leider etwas an Aroma einbüßen.

Tipp für Bärlauch-Fans:

Für Bärlauch-Fans lohnt ein Besuch in Eberbach. Bei den "Eberbacher Bärlauchtagen am Neckar und im Odenwald" steht das markante Wildkraut kulinarisch im Mittelpunkt.