Frühe Hilfen

Eltern werden, Eltern sein, mit Baby als Familie leben –  eine intensive Zeit mit sehr vielen schönen Momenten und Erlebnissen, aber auch neuen Herausforderungen und offenen Fragen.

Mit der Bundesinitiative "Frühe Hilfen" startete im Jahr 2012 der Bund ein Programm für den Auf- und Ausbau frühzeitiger, multiprofessioneller und möglichst abgestimmter Hilfen, um Eltern bei ihren Erziehungsrechten und bei ihrer Erziehungsverantwortung zu unterstützen. Die Programmdurchführung der Bundesinitiative "Frühe Hilfen" wird im Landkreis durch die Koordinationsstelle "Frühe Hilfen" des Jugendamtes des Rhein-Neckar-Kreises umgesetzt.

Mit dem Engagement regionaler Kooperationspartner konnte ein vielfältiges Informations-, Beratungs- und Unterstützungsangebot für (werdende) Eltern aufgebaut werden. Die Angebote richten sich an alle Eltern ab Beginn der Schwangerschaft, sie informieren über Unterstützungsmöglichkeiten und bieten insbesondere Eltern in belasteten Lebenssituationen möglichst frühzeitig spezifische Information, Beratung und Hilfe:

Wegweiser für Eltern mit neugeborenem Kind

Der Elternwegweiser "Frühe Hilfen" bietet eine übersichtliche Aufstellung der regionalen Anlaufstellen und Institutionen, die Eltern mit einem neugeborenem Kind unterstützen können. Der Wegweiser informiert über Elternkurse des Landesprogramms STÄRKE,  über Ansprechpartner bei Fragen zur Kinderbetreuung und Tagespflege sowie über die kostenfreien Beratungsangebote der Erziehungsberatungsstellen und Schwangerschaftsberatungsstellen. Die Broschüre informiert ferner über Aufgaben des Allgemeinen Sozialen Dienstes des Jugendamtes, über Ansprechpartner des Jugendamtes bei der Beantragung einer Beistandschaft bei Unterhaltsfragen sowie die Angebote der Frühförderung des Gesundheitsamtes.

"Kind willkommen" - Besuchs- und Beratungsangebot für Eltern mit neugeborenem Kind

Ein "Willkommensbesuch" bietet Müttern und Vätern auf Wunsch in den ersten Monaten nach der Geburt persönliche Beratung zu Fragen rund um das Elternsein und die Entwicklung ihres Babies. Beauftragt ist das Diakonische Werk des Rhein-Neckar-Kreises, Eltern einen Willkommensbesuch anzubieten.  Auf Wunsch der Eltern besucht die Beraterin Eltern für das Beratungsgespräch zu Hause. Das Beratungsgespräch kann aber auch in einer den regionalen Dienststellen des Diakonischen Werkes angeboten werden. Weitere Informationen und die Kontaktdaten für eine Terminvereinbarung finden interessierte Eltern im Flyer "Kind willkommen".

"Hand in Hand" Perinatales Präventionsnetz - Unterstützung durch Familienhebammen

Junge Familien stärken und seelisch belastete oder jugendliche Mütter und deren Kinder nach der Geburt unterstützen – dafür arbeiten Mitarbeiterinnen der Gesundheitshilfe sowie der Kinder- und Jugendhilfe "Hand in Hand" in einem regionalen Netzwerk zusammen. Bei Bedarf können zur Unterstützung Familienhebammen vermittelt werden. Weitere Informationen und Kontaktdaten finden interessierte Eltern auf der Homepage

Ehrenamtliches Engagement - "Alltagspraktische Hilfen" für Eltern nach Geburt eines Kindes

Familien mit einem Neugeborenen und in den ersten Lebensjahren des Kindes wünschen sich in vielen Fällen eine zuverlässige Person mit Lebenserfahrung zu ihrer Unterstützung im Alltag. Oft fehlen jedoch soziale Netze, Eltern oder Großeltern, die mit ihrem Wissen und ihrer Unterstützung zur Verfügung stehen. Durch ehrenamtliches Engagement können Familien entlastet werden. Für die Beratung von Eltern und die Vermittlung ehrenamtlicher Unterstützung beauftragt sind das Diakonische Werk Weinheim und Sinsheim und der Kinderschutzbund Hockenheim:

  • Wellcome bietet im ersten Lebensjahr des Kindes für einige Wochen und Monate individuelle Hilfe. Eine ehrenamtliche Mitarbeiterin besucht Eltern auf Wunsch ein- bis zweimal in der Woche für zwei bis drei Stunden zu Hause. Weitere Informationen und Kontaktdaten finden interessierte Eltern aus den Einzugsbereichen Weinheim und Sinsheim im Flyer "Wellcome".
  • Familienpaten besuchen Familien auf Wunsch ein- bis zweimal in der Woche über einen Zeitraum von 6 bis 12 Monaten, bei Bedarf auch länger. Die Dauer des Einsatzes wird ausschließlich von der Familie bestimmt und kann jederzeit durch diese beendet werden. Weitere Informationen und Kontaktdaten finden interessierte Eltern aus dem Einzugsbereich Hockenheim im Flyer "Familienpaten".

Eine weitere Hilfestellung bietet das Jugendamt auch mit den Projekten „offene Treffs“ und „Landesprogramm Stärke“.

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