Vorsorgevollmacht

Die Vorsorgevollmacht ist eine Willenserklärung, bei der eine Person (Vollmachtnehmer) ermächtigt wird, den Vollmachtgeber rechtsverbindlich zu vertreten und Entscheidungen in seinem Namen zu treffen.

Mit der Vorsorgevollmacht kann die Wahrnehmung bestimmter Aufgaben, wie z. B. Gesundheitssorge, Aufenthaltsbestimmung, Wohnungsangelegenheiten, Vermögenssorge usw. geregelt werden.

Durch eine Vorsorgevollmacht soll eine rechtliche Betreuung verhindert werden. In bestimmten Einzelfällen muss trotz einer Vorsorgevollmacht das Betreuungsgericht hinzugezogen werden. Dies ist u. a. bei der Einwilligung in risikoreiche medizinische Behandlungen sowie in freiheitsentziehende Maßnahmen erforderlich.

Voraussetzungen für eine Vollmachtserteilung sind:

  • Geschäftsfähigkeit
  • Vorhandensein einer Vertrauensperson
  • Bereitschaft der Vertrauensperson

Die Vorsorgevollmacht ist mit Unterschrift sofort wirksam. Die Vollmacht kann vom Vollmachtgeber, solange Geschäftigkeit besteht, widerrufen werden

Vorsorgevollmachten sind formlos möglich. Aus Beweisgründen ist die Schriftform sinnvoll. Im Bereich der Vermögenssorge weisen wir darauf hin, dass Banken bzw. Sparkassen zusätzlich mit eigenen Formularen arbeiten.

Die öffentliche Beglaubigung ist bei Grundstücksgeschäften notwendig und wird im Übrigen empfohlen. Diese kann durch einen Notar, die Betreuungsbehörde oder einen Ratschreiber gegen Gebühr erfolgen.

Darüber hinaus kann die Vorsorgevollmacht vom Notar beurkundet werden.

Eine Registrierung der Vorsorgevollmacht ist beim Zentralen Vorsorgeregister der Bundesnotarkammer möglich.