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Berufsbetreuer

Wer kann Berufsbetreuer werden - Voraussetzungen

Es gibt keinen Ausbildungsberuf oder Studiengang Berufsbetreuer, da die Bundesregierung davon ausgeht, dass Betreuung ehrenamtlich geführt wird und es somit keines Ausbildungsberufes bedarf. Der/die Berufsbetreuer/in soll jedoch Kenntnisse im  

  • Rechtlichen Bereich und hierbei insbesondere im Sozialrecht haben (SGB I - XII)
  • sich in Krankheitsbildern auskennen
  • sich in fiskalischen Fragen zurechtfinden
  • empathisch und dennoch durchsetzungsfähig sein

Im Einzelnen sollten also folgende Kenntnisse vorhanden sein:

a) Grundzüge des Betreuungsrechtes mit den Schwerpunkten

  • Rechtliche Grundlagen im Bürgerlichen Gesetzbuch 
  • Verfahrensrecht

b) Grundzüge des Sozialrechtes mit den Schwerpunkten

  • Kenntnis des SGB Xll und SGB ll
  • Gesetzliche Rentenversicherung SGB Vl,
  • Gesetzliche Krankenversicherung SGB V,
  • Soziale Pflegeversicherung SGB Xl,
  • Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen SGB lX

c) Grundzüge der Gesundheitssorge mit den Schwerpunkten

  • Psychische Erkrankungen, Demenzerkrankungen, geistige, seelische und körperliche Behinderungen, Suchterkrankungen (Erscheinungsbild, Verlauf, Therapie)
  • Sicherstellung der Heilbehandlung
  • Einwilligung in risikobereiche Heilbehandlungen (§ 1904 BGB) 

d) Aufenthaltsbestimmungen mit den Schwerpunkten

  • Wohnungs- und Heimangelegenheiten
  • Zivil- und öffentlich-rechtliche Unterbringung und unterbringungsähnliche Maßnahmen

e) Grundzüge der Vermögenssorge

  • Vermögensanlage und Vermögensverwaltung; Schuldenregulierung
  • Geschäftsfähigkeit und Einwilligungsvorbehalt
  • Vertragsrecht
  • Mietrecht
  • Erbrecht
  • Unterhaltsrecht
  • Genehmigungspflichtige Rechtsgeschäfte

f) Berufsrecht und Organisation mit den Schwerpunkten

  • Datenschutz
  • Bericht und Rechnungslegung
  • Arbeits- und Büroorganisation

g) Handlungskompetenzen mit den Schwerpunkten

  • Konzepte der Beratung und Betreuung
  • Krisenintervention
  • Gesprächsführung
  • Umgang mit schwierigen Krankheitsbildern (z. B. psychische Erkrankungen, Sucht, Mehrfachbehinderung, Verwahrlosung und Demenz)
  • Berufsethik
  • Menschenkenntnis und Urteilsfähigkeit

Wie werde ich vergütet

 Die Vergütung der Berufsbetreuer hat sich zum 27. Juli 2019 geändert. Weiterhin gibt es drei unterschiedliche Vergütungsstufen je nach für das Betreuungsrecht verwertbarer Qualifikation. Die Festsetzung, welche Vergütungsstufe angewendet wird, erfolgt durch das Betreuungsgericht.

Prinzipiell gilt: Der Stundensatz beinhaltet alle anfallenden Kosten und Steuern ohne Ausnahme (Mehrwertsteuer, Gewerbesteuer, Fahrtkosten, Portokosten, Versicherungen u.a.). Für die Abrechnung der Vergütung gelten die Verjährungsfristen (15 Monate nach Entstehung des Anspruchs). Es kann alle 3 Monate abgerechnet werden (§9 VBVG).

Mittellosigkeit definiert sich nach Vermögen abzgl. Vergütungsanspruch (=weniger als 5.000,00 Euro) oder wenn das Einkommen nicht mehr als ca. 820 € plus Kosten der Unterkunft (Mietkosten) beträgt.

Vergütungstabelle mit Erläuterung (248 KB)

Wo und wie bewerbe ich mich

Wir bitten um ein aussagekräftiges Bewerbungsschreiben, in welchem Sie und mitteilen was Sie an der Tätigkeit interessiert und weshalb Sie sich als geeignet sehen. Ebenso einen Lebenslauf mit den wichtigsten Abschlüssen und Tätigkeiten. Diese senden Sie an Betreuungsbehoerde@Rhein-Neckar-Kreis.de. Weitere Unterlagen wie Auskunft aus dem Schuldnerverzeichnis, Führungszeugnis und Nachweis einer ausreichenden Haftpflichtversicherung Personen- und Sachschäden bis zu 5 Millionen Euro sowie Vermögensschäden bis zu 250.000,00 Euro werden von uns bei Bedarf angefordert.

Wir laden Sie dann zu einem Gespräch in das Landratsamt ein. Danach entscheiden wir ob Sie den Gerichten als Berufsbetreuer vorgeschlagen werden. Die endgültige Entscheidung ob Sie eine Betreuung beruflich führen, trifft das Gericht.

Informationen für Betreuer

Fortbildungsangebote

 Weinsberger Forum
Gesellschaft für Wissensarbeit und Kommunikation mbH
Hirschbergstraße 17
74189 Weinsberg
Tel. +49 (0)7134 / 22044
Fax +49 (0)7134 / 22045
E-Mail: info@weinsberger-forum.de

FBB - Fortbildung für Betreuerinnen und Betreuer
Kleestrasse 21-23 
90461 Nürnberg
Telefon: 0911-23 985 340
Fax: 0911-23 985 349
E-Mail: fbb@fbbweb.de
www.fbbweb.de

ipb Veranstaltungsmanagement
ipb Institut für Innovation und Praxistransfer in der Betreuung gemeinnützige GmbH
Schmiedestraße 2
20095 Hamburg
Tel. 040/3862903-7 
Fax 040/3862903-10
E-Mail: kontakt@ipb-weiterbildung.de

Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-WürttembergPostfach 10 60 22
70049 Stuttgart
Telefon: Tel.: 0711 63 75-0

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