Hilfen für Mittelstand und kleine Unternehmen

Ein Polsterer bei der Arbeit: Er schlägt Nägel in ein hellgraues Sofa
Kleine Unternehmen und Freiberufler profitieren von den neuen Förderprogrammen. Bild: topview / Pixabay

Mit Förderung und Beratung gegen die Krise: Der baden-württembergische Ministerrat beschließt konkrete Maßnahmen für den Winter.

„Viele Unternehmen im Land kommen unverschuldet von einer Krise in die andere. Wir dürfen einfach keine Zeit verlieren und wollen hier schnell unterstützen, bis die Entlastungspro-gramme des Bundes kommen und wirken“, sagte Ministerpräsident Kretschmann anlässlich der Bekanntgabe des Programms. „Für viele kleinere Betriebe ist es erst einmal wichtig, Beratung zu erhalten, wie sie zu kurzfristig benötigter Liquidität kommen und wie sie auch beispielsweise gegenüber Energiepreisschwankungen resilienter werden können. Gleichzeitig wollen wir die Unternehmen schnell und zielgerichtet mit Liquidität versorgen.“

Die Förderprogramme

Das Landesförderprogramm „Liquiditätskredit (Plus)“ soll kleinen und mittleren Unternehmen, Start-ups sowie Freiberuflern mit einem befristeten Kredit-Förderprogramm rasch helfen. Dabei bedient sich das Land der Konzeption des Liquiditätskredits der L-Bank, die sich bereits während der Corona-Pandemie bewährt hat. Mit einem Liquiditätskredit von 10.000 Euro bis fünf Millionen Euro sollen die Unternehmen in der Lage sein, sich mit fehlenden Betriebsmitteln ausstatten zu können.

Unternehmen mit einem sehr hohen Energiekostenanteil erhalten auf Nachweis zusätzlich zum günstigen Zinssatz einen Tilgungszuschuss von 10 Prozent, maximal 300.000 Euro. Förderfähig sind außerdem Betriebsmittel zur Konsolidierung, insbesondere zur Aufrechterhaltung der Zahlungsfähigkeit, für Umschuldungen oder auch etwa zur Ablösung fälliger Lieferantenverbindlichkeiten sowie Mittel für Betriebsübernahmen. Das Programm startet am 1. Dezember 2022 und ist befristet bis 31. März 2023.

Darüber hinaus wird die Landesregierung ebenfalls zum 1. Dezember 2022 bis zum 30. Juni 2023 eine spezifische Beratungsunterstützung in Form einer „Krisenberatung Energiekostenentlastung“ auflegen. Dieses Beratungsprogramm unterstützt branchenübergreifend kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe in Baden-Württemberg, um den wirtschaftlichen Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine und der enormen Energiekostenbelastung entgegenzuwirken.

Die „Krisenberatung Energiekostenentlastung“ wird mit über vier Millionen Euro aus Landesmitteln finanziert. Beratungsthemen im Rahmen einer viertägigen kostenfreien Krisenberatung sollen dabei unter anderem die folgenden sein:

Zielgruppen des Programms sind kleine und mittlere Unternehmen, Soloselbstständige und Angehörige der Freien Berufe aus Handwerk, Industrie, Handel, Gastgewerbe und sonstigen Dienstleistungsbereichen.

Die Beratung wird über die Beratungsdienste RKW Baden-Württemberg (Industrie und Freie Berufe), BWHM Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Mittelstand und Handwerk (Handwerk), DEHOGA Baden-Württemberg (Gastgewerbe) und UBH Unternehmensberatung Handel (Handel) erfolgen, die alle Wirtschaftsbereiche abdecken können.

Weitere Informationen

Kontakt

Barbara Schäuble
Stabsstelle Wirtschaftsförderung
06221 522-2501
b.schaeuble@rhein-neckar-kreis.de

(Erstellt am 23. November 2022)