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Spatenstich zum Breitbandausbau Heiligkreuzsteinach-Eiterbach

Die Beteiligten stehen jeweils mit einer Schaufel in einer Reihe und graben Sand.
V.l.n.r: Frank Bartmann (Leiter Vertrieb und Kundenbetreuung, fibernet.rn), Peter Mülbaier (Geschäftsführer fibernet.rn), Stefan Dallinger (Landrat Rhein-Neckar-Kreis), Thomas Strobel (Innen- und Digitalisierungsminister Sieglinde Pfahl (Bürgermeisterin Heiligkreuzsteinach), Hermann Katzenstein (Landtagsabgeordneter), Thomas Heusel (Operative Leitung fibernet.rn), Dr. Albrecht Schütte (Landtagsabgeordneter), Jakob Rauschert (Fördermittelberater atene KOM GmbH), Giacomo Stifanelli (Account Manager NetCom BW GmbH)

Der Heiligkreuzsteinacher Ortsteil Eiterbach ist ein „weißer Fleck“ auf der Landkarte der regionalen Breitbandversorgung. Eine entsprechende Markterkundung aus dem Sommer 2019 war zu dem ernüchternden Ergebnis gekommen, dass keines der privatwirtschaftlichen Telekommunikationsunternehmen bereit sein würde, den flächendeckenden Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur in diesem Bereich vorzunehmen.

Ein Ergebnis, das uns auf den ersten Blick vor erhebliche Probleme gestellt hat. In letzter Konsequenz hat es allerdings einen durchaus positiven Aspekt, denn aufgrund dieser speziellen Ausgangssituation können wir staatliche Fördergelder in Anspruch nehmen. Die gute Nachricht also ist, dass der Glasfaserausbau in Heiligkreuzsteinach-Eiterbach zeitnah auf den Weg gebracht wird“, informiert der Geschäftsführer des Zweckverbandes High-Speed-Netz Rhein-Neckar, Peter Mülbaier.

Jedes Grundstück in Eiterbach mit direktem Glasfaseranschluss

Der Zweckverband hatte im vergangenen Jahr beim zuständigen Projektträger des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin einen entsprechenden Förderantrag für den FttB-Ausbau Heiligkreuzsteinach-Eiterbach gestellt. „Die Bewilligung dafür liegt mittlerweile vor, die Mittel können wir aus dem Förderprogramm Breitbandausbau abrufen. Der Fördermittelbescheid des Landes Baden-Württemberg zur Ko-Finanzierung der Baumaßnahme liegt ebenfalls vor. Jedes Grundstück im Ortsteil Eiterbach kann dadurch einen direkten Glasfaseranschluss bekommen. Die Förderung gibt uns außerdem die Möglichkeit, den Haus- und Gebäudeeigentümern ihren Hausanschluss kostenlos zu legen“, erläutert der operative Leiter des Zweckverbandes, Thomas Heusel. Die tiefbaurelevanten Kosten im öffentlichen Bereich sind durch die Fördergelder von Bund und Land zum überwiegenden Teil abgedeckt, die Gemeinde Heiligkreuzsteinach finanziert die Restkosten über ihre Mitgliedschaft im Zweckverband, und das zu äußerst günstigen Konditionen.

Innen- und Digitalisierungsminister Thomas Strobl erklärt anlässlich des Spatenstichs und bedankt sich bei allen Beteiligten für ihr großes Engagement: „Beim Breitbandausbau wollen wir unsere Kommunen bestmöglich unterstützen. Deshalb haben wir im letzten Jahr unser Landesförderprogramm noch besser auf die Bundesförderung abgestimmt. Insgesamt 90 Prozent der Ausbaukosten können so gefördert werden – 50 Prozent trägt der Bund, 40 Prozent übernimmt das Land. Davon profitiert auch die Gemeinde Heiligkreuzsteinach. Der wahrhaft idyllische Erholungsort geht mit dem Spatenstich in Eiterbach den nächsten Schritt ins Gigabit-Zeitalter. Wir wollen gerade auch den ländlichen Raum, bis in jede Ecke des Landes und bis ganz in den Norden an die Grenze zu Hessen, mit gigabitfähigen Netzen versorgen. Das gelingt mit vereinten Kräften. Als Land investieren wir bis 2021 mehr als eine Milliarde Euro in die digitale Infrastruktur – und unsere Kommunen ziehen mit: Der Rhein-Neckar-Kreis und seine Kommunen sind beim Breitbandausbau ganz vorne dabei und bei fast jeder Förderrunde vertreten. Seit 2015 hat das Land bereits 123 Förderanträge des Zweckverbands High-Speed-Netz Rhein-Neckar über fast 35 Millionen Euro bewilligt“.

Langfristige Wohn- und Lebensqualität

Der partnerschaftliche und erfolgreiche Schulterschluss mit dem Zweckverband ist ganz im Sinne von Bürgermeisterin Sieglinde Pfahl. „Wir haben unseren Bürgerinnen und Bürgern die Breitbandversorgung gemeinsam versprochen, und die werden sie jetzt auch bekommen. Aufgrund der günstigen Ausgangssituation ist die Nachfrage erfreulich groß und wir verzeichnen entsprechend hohe Anschlussquoten. Mit dem Glasfaserausbau steigern wir langfristig die hiesige Wohn- und Lebensqualität“, sagt die Bürgermeisterin. Die Bauzeit für die Verlegearbeiten ist auf rund 12 Monate veranschlagt, die Bürgerinnen und Bürger können also Mitte des kommenden Jahres über das zukunftssichere, gigabitfähige Glasfasernetz verfügen. Der Ausbau umfasst ca. 220 FttB-Hausanschlüsse, rund 7.500 Meter Tiefbau sind insgesamt erforderlich. Beim „Fibre to the Building“ (FttB) werden die Glasfaserleitungen bis in das Gebäude verlegt, die Datenübertragung erfolgt über Lichtwellenleiter. Glasfaserleitungen erlauben das Surfen mit Geschwindigkeiten von 1 Gbit/s und mehr.

Dass sowohl das Land Baden-Württemberg als auch der Rhein-Neckar-Kreis der Ausbaumaßnahme Heiligkreuzsteinach-Eiterbach eine hohe Bedeutung zumessen verdeutlicht die Tatsache, dass der offizielle Spatenstich am 17. Juli 2020 von Thomas Strobl, Stv. Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration Baden-Württemberg, vorgenommen wird. Neben Minister Thomas Strobl wohnen Landrat Stefan Dallinger und die Bürgermeisterin Sieglinde Pfahl dem Spatenstich bei.

„Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur ist für die Region von großer Bedeutung, denn der Rhein-Neckar-Kreis zählt bundesweit zu den bedeutendsten Standorten im Bereich Software- und IT-Dienstleistungen. Rund jeder zehnte Arbeitsplatz ist hier im Wirtschaftszweig „Information und Kommunikation“ angesiedelt. Folglich sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht nur in ihren Unternehmen, sondern auch zuhause auf eine leistungsstarke Kommunikationsinfrastruktur angewiesen“, sagt Landrat Stefan Dallinger und freut sich über den Vollzug der Ausbaumaßnahme Heiligkreuzsteinach-Eiterbach, dem nächsten Schritt hin zu einer flächendeckenden Breitbandversorgung im gesamten Rhein-Neckar-Kreis.