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Ministerpräsident Kretschmann besuchte den Rhein-Neckar-Kreis

Ministerpräsident Winfried Kretschmann beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Schwetzingen (rechts Landrat Stefan Dallinger, links Oberbürgermeister Dr. René Pöltl).

Hoher Besuch am Donnerstag, 24. September, im Rhein-Neckar-Kreis: Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann besuchte zum zweiten Mal nach 2012 den einwohnerstärksten Landkreis und nahm etliche interessante Informationen mit auf den Heimweg.

Erste Station war das Schloss Schwetzingen, wo er von Landrat Stefan Dallinger und dem Oberbürgermeister der Stadt, Dr. René Pöltl, begrüßt wurde, ehe er sich ins Goldene Buch der Großen Kreisstadt eintrug. 

Kommunalpolitischer Austausch im Schloss Schwetzingen

Gleich darauf stand im Mozartsaal ein kommunalpolitisches Gespräch auf dem Programm. „Der Rhein-Neckar-Kreis hat sich mit neuer strategischer Steuerung auf den Weg gemacht, um sich in und über die Metropolregion Rhein-Neckar hinaus als zukunftsfähiger, wirtschaftsstarker und lebenswerter Landkreis zu positionieren“, sagte Landrat Dallinger zu Ministerpräsident Kretschmann gewandt und fügte hinzu: „Wir freuen uns sehr, dass Sie heute in unserem schönen Kreis sind und sich vor Ort über unsere Projekte und Wünsche, aber auch über die Herausforderungen, vor denen der Kreis und seine Kommunen stehen, informieren.“

Und der Ministerpräsident nahm sich Zeit, tauschte sich eineinhalb Stunden mit Kreisrätinnen und Kreisräten, Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Abgeordneten aus. Dabei standen aktuelle Themen wie der Ist-Zustand des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) oder die Förderung des Radverkehrs im Rhein-Neckar-Kreis auf der Tagesordnung. Darüber hinaus sprachen die Teilnehmenden auch über die Corona-Pandemie und deren finanzielle Folgen für die Kommunen.

Rundgang in der GRN-Klinik Schwetzingen

Anschließend ging es in der Spargelstadt weiter zur GRN-Klinik, für die der Rhein-Neckar-Kreis verantwortlich ist. Dort ließ sich der Landesvater bei einem Rundgang im kleinen Kreis unter anderem die Internistische Station mit den aktuell sanierten und modernisierten Patientenzimmern sowie die zentrale Patientenaufnahme („Notfallambulanz“), die mit Fördermitteln ausgebaut wurde, mit integriertem Kassenärztlichen Bereitschaftsdienst zeigen. In der Cafeteria der GRN-Klinik Schwetzingen fand zudem ein Austausch zwischen Kretschmann, Dallinger und GRN-Geschäftsführer Rüdiger Burger zu verschiedenen Themen statt, wobei die Krankenhausfinanzierung naturgemäß im Fokus stand.

„Bei meinem Besuch in den Gesundheitszentren Rhein-Neckar konnte ich mir einen Eindruck davon verschaffen, wie der Kreis den künftigen Entwicklungen medizinischer Versorgung begegnet. Besonders im Zuge der gegenwärtigen Corona-Pandemie hat sich gezeigt, wie wichtig vorausschauendes Handeln im Gesundheitswesen ist und ich freue mich, dass die GRN die Herausforderungen der Zukunft aktiv angehen“, betonte Ministerpräsident Kretschmann nach seinem Besuch in der GRN-Klinik.

Bürgerdialog im "Palatin" in Wiesloch

Am Abend fand im Wieslocher Kongress- und Kulturzentrum „Palatin“ die zentrale Veranstaltung des Kreisbesuchs des Ministerpräsidenten statt. Sowohl Landrat Stefan Dallinger als auch Winfried Kretschmann bedauerten außerordentlich, dass wegen der Corona-Pandemie die Teilnehmerzahl für den Bürgerdialog stark eingeschränkt werden musste. „Gleichwohl sind wir froh, dass wir dieses Format nicht ganz streichen mussten und in einem eben etwas kleineren Rahmen dennoch durchführen konnten. Somit war es ein gelungener Abschluss einer schönen Kreisbereisung mit intensiven Gesprächen“, zog Dallinger ein positives Fazit des nach 2012 zweiten Kreisbesuchs von Kretschmann.

Um interessierten Bürgerinnen und Bürgern, die nicht im „Palatin“ dabei sein konnten, dennoch die Möglichkeit eines Austauschs anzubieten, hatte es im Vorfeld die Möglichkeit gegeben, Fragen an den Ministerpräsidenten einzureichen. Zusammen mit den spontanen Fragen aus den Reihen der Besucherinnen und Besucher im Stauffer-Saal gab Moderator Gerhard Mandel diese an Winfried Kretschmann weiter. Zwei Themenkomplexe stachen im Verlauf des Abends besonders hervor: Der Klimawandel und natürlich die Corona-Pandemie.

"Haben Gesundheitsämter besser ausgestattet"

Zu diesem Thema kam auch gleich die erste Frage aus dem Publikum. Grundsätzlich, so Kretschmann, sei er zufrieden, wie man im Land Baden-Württemberg mit der Pandemie umgehe. Kritisch sah er jedoch „feucht-fröhliche Veranstaltungen“, die sich teilweise als größere Infektionsherde entpuppten. Auch wenn bei jüngeren Menschen die Verläufe bei Covid-19 größtenteils nicht so schwer verliefen, appellierte der Ministerpräsident: „Auch bei dieser Gruppe gibt es keine Entwarnung. Bleiben auch Sie vorsichtig!“ Grundkonzept bei der Bekämpfung sei es, auf lokaler Ebene zu handeln und dort Infektionsketten möglichst schnell zu identifizieren und vor Ort über die Maß-nahmen zu entscheiden. „Deshalb haben wir die Gesundheitsämter auch besser ausgestattet.“

Zum Klimawandel, der die Menschen natürlich auch vor Ort bewegt, gab der Ministerpräsident interessante Einblicke in seine Denkweise. Tatsache sei, dass man der Menschheit das Fliegen nicht mehr abgewöhnen werde – also müsse man viel stärker auf Kraftstoffe aus regenerativen Energien setzen. Und dabei besäßen nicht zuletzt Länder, die wirtschaftlich gut dastehen, eine Vorbildfunktion. „Nur wenn das Ökologische auch ökonomisch erfolgreich ist, werden wir global die Klimakrise in den Griff bekommen“, so Kretschmann wörtlich.
 
Viel zu schnell ging die kurzweilige Veranstaltung zu Ende. Moderator Mandel bedankte sich für das Interesse an dem – wie er es augenzwinkernd nannte, weil es den Umständen geschuldet war – neuen Format: „Ein Ministerpräsident nicht zum Anfassen, aber zum Zuhören“.

"Bin hier sehr gerne zu Gast gewesen"

Das letzte Wort gehörte natürlich dem Gast, Ministerpräsident Winfried Kretschmann: „Bei meinem Besuch im Rhein-Neckar-Kreis konnte ich mir einen vielfältigen Eindruck über die Themen verschaffen, die die Menschen hier bewegen. Ich durfte erleben, mit welchem Engagement die Bürgerinnen und Bürger die Zukunft ihres Kreises mitgestalten und sich etwa den aktuellen Herausforderungen im Gesundheitswesen oder im Öffentlichen Personennahverkehr mit tollen Ideen und großem Engagement stellen. Dieser Einsatz und das Interesse der Bürgerinnen und Bürger an der Entwicklung ihres Kreises hat mich – auch beim abschließenden Bürgerdialog – sehr beeindruckt. Ich bin sehr gerne hier bei Ihnen zu Gast gewesen.“

Die gesamte Veranstaltung im „Palatin“ wurde mit Kameras aufgezeichnet und kann auf dem Youtube-Kanal des Rhein-Neckar-Kreises angeschaut werden.

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