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Gesundheitsamt führte Flächentestungen durch

Labormitarbeiter hält Reagenzglas
(Symbolbild: AdobeStock)

Flächtentestung bei der Firma Gaster Wellpappe in Heidelberg

Nach der Flächentestung des Gesundheitsamtes im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, das auch für die Stadt Heidelberg zuständig ist, am Montag, 24. August 2020 beim Heidelberger Unternehmen Gaster Wellpappe liegen mittlerweile weitere Laborergebnisse vor.

Hintergrund der kurzfristig organisierten Flächentestung war ein in der vergangenen Woche bekannt gewordener Covid-19-Fall im Unternehmen. Die Heidelberger Firma bot daraufhin eigenverantwortlich seinen Mitarbeitenden freiwillige Testungen an. „Hierbei konnten zunächst weitere 29 Virusnachweise ermittelt werden“, sagt der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Andreas Welker.
 
Im Rahmen der Flächentestung konnten weitere sechs positiv auf SARS-CoV-2 getestete Personen ermittelt werden. Derweil stehen insgesamt noch drei Testergebnisse aus.
Die Gesamtzahl der infizierten Mitarbeitenden liegt nach aktuellem Kenntnisstand bei 35 Personen. Hiervon haben fünf Personen ihren Wohnsitz im Stadtgebiet Heidelberg, 20 Personen wohnen im Rhein-Neckar-Kreis, die restlichen Personen verteilen sich auf umliegende Stadt- und Landkreise.
 
Für die im Rhein-Neckar-Kreis und Stadtgebiet Heidelberg lebenden positiv getesteten Personen wird entsprechend Quarantäne verfügt und die Kontaktpersonen ermittelt.
 
„Sobald alle Testergebnisse abschließend vorliegen, werden wir die Öffentlichkeit wieder informieren“, so der stellvertretende Gesundheitsamtsleiter.
 
„Die Firma Gaster Wellpappe Heidelberg und das Gesundheitsamt arbeiten sehr gut zusammen, um weiteren Infektionen entgegenzuwirken“, sagt Sascha Schmitt, Mitglied der Geschäftsleitung des Heidelberger Unternehmens. „Wir sind uns unserer sozialen Verantwortung als Arbeitgeber sehr bewusst“, ergänzt das Mitglied der Geschäftsleitung. Diese Zusammenarbeit Hand in Hand mit dem Gesundheitsamt bestätigt der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Andreas Welker und sagt: „Man spürt, dass den Verantwortlichen des Unternehmens das Wohl der Mitarbeitenden sehr wichtig ist.“
 
Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz beträgt im Rhein-Neckar-Kreis und in der Stadt Heidelberg gesamt 16,4 (Rhein-Neckar-Kreis: 16,2 und Heidelberg: 16,9).

(Stand: 26.08.2020)

Fünf Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Hockenheim mit SARS-CoV-2 infiziert

Nachdem dem Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises am 25. August 2020, bekannt wurde, dass fünf Bewohner der Flüchtlingsunterkunft, Vierte Industriestraße 5, Hockenheim positiv auf das Coronavirus getestet worden sind, hat das Gesundheitsamt entschieden, dort am Mittwoch, 26. August 2020, ebenfalls eine Flächentestung durchzuführen. Es handelt sich hierbei um eine kommunale Unterkunft im Rahmen der Anschlussunterbringung der Stadt Schwetzingen mit rund 75 gemeldeten Bewohnern. Diese waren ursprünglich in Schwetzingen im Hotel „Atlanta“ untergebracht, mussten aber wegen des dortigen Brandes in eine alternative Unterkunft in Hockenheim umziehen. „Die Flächentestung der Bewohner ist mit der Stadt Schwetzingen und der Stadt Hockenheim abgestimmt“, so Dr. Andreas Welker, stellvertretender Amtsleiter des Gesundheitsamtes.
 
Die positiv getesteten Bewohner stehen in Zusammenhang mit dem Corona-Ausbruchsgeschehen in der Firma Gaster Wellpappe in Heidelberg. „Der Fall zeigt, wie wichtig es ist, dass sich jeder Einzelne seiner Verantwortung bewusst ist. Solche Infektionsgeschehen lassen sich eindämmen, wenn Abstands- und Hygienemaßnahmen konsequent – auch am Arbeitsplatz – eingehalten werden“, sagt der stellvertretende Amtsleiter weiter.
 
Die positiv getesteten Personen wurden zwischenzeitlich isoliert und befinden sich in Quarantäne. Enge Kontaktpersonen ersten Grades konnten zwischenzeitlich ermittelt werden. Das Gesundheitsamt steht bezüglich der Isolierung und Versorgung der Bewohner im engen Kontakt mit der Unterkunftsverwaltung und den Ordnungsämtern der Städte Schwetzingen und Hockenheim. „Wir kommen gerne unserer Verantwortung als kommunale Unterbringungsbehörde nach, auch wenn sich die Unterkunft auf der Gemarkung der Stadt Hockenheim befindet“, so Pascal Seidel, Ordnungsamtsleiter der Stadt Schwetzingen. So sei die Stadt Schwetzingen bereits für den „worst case“ gewappnet und stehe mit Security-Dienst und Caterer im Gespräch, „falls es zu einer Quarantäne für alle Bewohner kommen sollte“, ergänzt Seidel und sagt weiter: „Aktuell sensibilisieren wir die Bewohner über unser Integrationsmanagement, sich nach Hause – in das eigene Zimmer – zu begeben und hängen entsprechende Hinweiszettel aus.“

Update vom 28.08.2020:

Die Ergebnisse der Flächentestung in der Flüchtlingsunterkunft, Vierte Industriestraße 5, Hockenheim sind am 28. August 2020 eingetroffen. Von den insgesamt 39 getesteten Personen wurde bei weiteren 8 Bewohnern das SARS-CoV-2 Virus nachgewiesen, teilt das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises mit. Insgesamt sind nun 13 Bewohner der Unterkunft mit SARS-CoV-2 infiziert.
 
Die positiv getesteten Personen wurden isoliert und befinden sich in Quarantäne. Alle Bewohner der Flüchtlingsunterkunft wurden vom Gesundheitsamt als Kontaktpersonen der Kategorie 1 eingestuft und ebenfalls in Quarantäne verfügt. Das Gesundheitsamt steht bezüglich der Isolierung und Versorgung der Bewohner im engen Kontakt mit der Unterkunftsverwaltung und den Ordnungsämtern der Städte Schwetzingen und Hockenheim.
 

Weitere Informationen:

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