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40 Virusnachweise bei Flächentestung in Sinsheim

Labormitarbeiter hält Reagenzglas
(Symbolbild: AdobeStock)

Nach der am Dienstag, 28. Juli 2020, vom Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises durchgeführten Flächentestung bei der rumänisch christlichen Gemeinde in Sinsheim liegen nun die Laborergebnisse vor.

„Bei den 105 freiwillig getesteten Mitgliedern dieser Glaubensgemeinschaft konnte bei 40 Personen eine Infektion mit SARS-CoV-2 nachgewiesen werden“, teilt der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Andreas Welker, mit. Es liegen alle Testergebnisse vor

Mindestens 14 Personen aus dem Landkreis

Von den positiv getesteten Personen, darunter auch Kinder und Familien, wohnen mindestens 14 Personen in Städten und Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises. Die weiteren Personen verteilen sich auf Städte und Gemeinden in den Land- bzw. Stadtkreisen Karlsruhe und Heilbronn. Die zuständigen Behörden sind informiert. „Ebenso haben wir das Sozialministerium und Landesgesundheitsamt über das Ergebnis dieser Flächentestung in Kenntnis gesetzt“, sagt der stellvertretende Amtsleiter.

Kontaktpersonen werden ermittelt

Für die im Rhein-Neckar-Kreis lebenden positiv getesteten Personen wird Quarantäne verfügt und die Kontaktpersonen ermittelt. Ebenso werden in Absprache mit der Ortspolizeibehörde der Stadt Sinsheim und dem Polizeipräsidium Mannheim weitere erforderliche Maßnahmen veranlasst.

Auf Grund des nun bekannten Infektionsgeschehens im Zusammenhang mit der Gemeinde, wird das Gesundheitsamt nun auch die noch fehlenden 77 Personen der rumänisch christlichen Gemeinde abstreichen.

Hintergrund der Flächentestung

Hintergrund der kurzfristig angebotenen Flächentestung war der Fall einer positiv getesteten Person mit Beziehungen zur rumänisch christlichen Gemeinde in Sinsheim. Nachdem es vor Kurzem in einer anderen baden-württembergischen Großstadt mehrere Infektionen von Personen der dortigen rumänischen Gemeinde gegeben hat, haben die Verantwortlichen sich entschlossen, vorerst keine Gottesdienste mehr durchzuführen. Aufgrund dieser Tatsache konnte allerdings nicht ausgeschlossen werden, dass Gemeindemitglieder deshalb Gottesdienste von Kommunen in der Umgebung besucht haben. „Deshalb hat sich unser Gesundheitsamt in Absprache mit der Stadt Sinsheim für eine kurzfristige Flächentestung entschieden, um ein größeres Infektionsgeschehen ausschließen zu können“, erläutert die für Ordnung und Gesundheit zuständige Dezernentin des Rhein-Neckar-Kreises, Doreen Kuss.

Unberücksichtigt eventueller weitere Fälle des heutigen Tages liegt die 7-Tages-Inzidenz des Rhein-Neckar-Kreises damit bei 6,6.

Update vom 31.07.2020: Erste Ermittlungsergebnisse

Zwischenzeitlich ist bekannt, dass 16 Personen aus der Glaubensgemeinschaft im Rhein-Neckar-Kreis wohnhaft sind. Hinzu kommen aktuell 20 Kontaktpersonen der Kategorie I aus dem Landkreis. „Da die Ermittlungen weiterlaufen, kann sich die Zahl der Kontaktpersonen in den kommenden Tagen noch verändern“, erläutert der stellvertretende Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Andreas Welker.
 
Aufgrund der Ermittlungen sind verschiedene Einrichtungen durch das Infektionsgeschehen betroffen – hierunter auch folgende Schulen und Kindergärten:

Albert-Schweitzer-Schule in Sinsheim
Theodor-Heuss-Schule in Sinsheim
Wingertsbergschule in Sinsheim
Katholischer Kindergarten St. Jakobus in Sinsheim
Städtischer Kindergarten Sinsheim-Reihen
Evangelischer Kindergarten Sinsheim-Steinsfurt
Kindergarten Untergimpern
 
Das Gesundheitsamt hat in Absprache mit den zuständigen Ortspolizeibehörden und Trägern der Einrichtungen alle erforderlichen Maßnahmen ergriffen. Sollten die weiteren Ermittlungen zu neuen Erkenntnissen führen, wird das Gesundheitsamt gemeinsam mit den zuständigen Ortspolizeibehörden die erforderlichen Schritte abstimmen und gegebenenfalls kurzfristig weitere Maßnahmen veranlassen. Aufgrund der verhältnismäßig geringen Inzidenz sind derzeit keine Einschränkungen für die Gesamtbevölkerung zu treffen.
 
Das Gesundheitsamt bittet Personen, die Symptome wie Husten, Fieber und Durchfall haben oder Kontakt zu einer positiv auf das Coronavirus getesteten Person hatten, sich unter Tel. 06221 522-1881 an die Informationshotline des Gesundheitsamtes zu wenden. Diese ist auch an Samstagen und Sonntagen von 10 bis 14 Uhr erreichbar. Von hier aus kann auch ein Termin für eine Testung auf das Coronavirus veranlasst werden.
 

Update vom 05.08.2020: Aktuell nur geringes Infektionsgeschehen

Die Zahl der noch aktiven SARS-CoV-2-Infektionen, die bei der Flächentestung der Mitglieder der rumänisch christlichen Gemeinde in Sinsheim am 28. Juli 2020 ermittelt worden sind, ist zwischenzeitlich im Rhein-Neckar-Kreis von 20 auf 4 gesunken. Dies teilt heute (5. August 2020) das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises mit.
 
Nach der Testung am Dienstag, 28. Juli 2020, war am Donnerstag, 30. Juli 2020 bekannt geworden, dass sich 40 Personen dieser Glaubensgemeinschaft mit dem Coronavirus angesteckt haben. Hiervon haben 20 Personen ihren Wohnsitz im Rhein-Neckar-Kreis. Alle Kontaktpersonen sind zwischenzeitlich ermittelt und befinden sich in Quarantäne. Seitens des Gesundheitsamtes des Rhein-Neckar-Kreises wurden zunächst alle geplanten Testungen im Zuständigkeitsbereich durchgeführt. Noch ausstehende Testungen von Personen in anderen Landkreisen wurden an die entsprechend zuständigen Gesundheitsbehörden weitergegeben.
 
„Maßnahmen, die die Gesamtbevölkerung betreffen – etwa ein lokaler Lockdown – sind weiterhin nicht zu befürchten“, sagt die zuständige Gesundheitsdezernentin des Rhein-Neckar-Kreises, Doreen Kuss. „Wir bleiben bei unserer Einschätzung, dass es sich um ein nur begrenztes Infektionsgeschehen im Zusammenhang mit der rumänisch christlichen Gemeinde handelt. Anhaltspunkte für ein darüberhinausgehendes Infektionsgeschehen in Sinsheim oder umliegenden Gemeinden haben wir derzeit nicht“, so Kuss weiter.
 
Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz im Rhein-Neckar-Kreis beträgt 8,4.

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