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Abschied vom Stellvertreter des Landrats, Erster Landesbeamter Joachim Bauer, und Sozialdezernentin Stefanie Jansen

Alle Dezernenten sowie Landrat stehen mit Abstand beieinander.
v. l. n. r. Stefanie Jansen, Ulrich Bäuerlein, Joachim Bauer, Stefan Hildebrandt, Stefan Dallinger, Doreen Kuss

„Wir verabschieden heute gleich zwei langjährige Führungspersönlichkeiten aus dem Dienst des Rhein-Neckar-Kreises, die mir besonders ans Herz gewachsen sind: unsere Sozialdezernentin Stefanie Jansen und meinen Stellvertreter, den Ersten Landesbeamten Joachim Bauer“, begann Landrat Stefan Dallinger die Würdigung der beiden Führungskräfte bei der jüngsten Kreistagssitzung in Sinsheim.

Über 60 Jahre Kompetenz verlassen den Rhein-Neckar-Kreis

Stefanie Jansen ist ein Kind des Rhein-Neckar-Kreises. In Meckesheim aufgewachsen, in Neckargemünd zur Schule gegangen. Nach dem Abitur schlug die zwischenzeitlich in Heidelberg wohnhafte 53-Jährige die Laufbahn des gehobenen Verwaltungsdienstes ein und legte 1991 in Kehl die Staatsprüfung zur Diplom-Verwaltungswirtin ab. Jansens beruflicher Weg im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis führte sie über verschiedene Stationen im Sozialamt zum Haupt- und Personalamt der Kreisbehörde. „In der Funktion als Ausbildungsbeauftragte bin ich Ihnen zum ersten Mal begegnet und habe Ihre strukturierte Arbeitsweise kennengelernt“, lobte der Landrat. „Ihr Werdegang ist Ansporn für viele junge Kolleginnen und Kollegen. Denn Sie, liebe Frau Jansen, haben es geschafft von der Sachbearbeiterin über die Leitung des Jugendamtes zur Sozialdezernentin des Rhein-Neckar-Kreises zu werden. Sie waren eine ausgezeichnete Sozialdezernentin.“ Überhaupt hatte der Rhein-Neckar-Kreis mit seinen Sozialdezernenten bisher großes Glück. Sie alle hatten eines gemeinsam: Sie wussten, was sie wollen. Und auch Stefanie Jansen hat ihre Ziele immer konsequent verfolgt. „Schon bei Ihren früheren Tätigkeiten, erst recht als Jugendamtsleiterin und Sozialdezernentin haben Sie ganz eng kooperiert mit dem Kreistag und den Oberbürgermeistern, Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern im Landkreis, wenn es darum ging, verschiedene Projekte vor allem der Jugendhilfe, aber auch der Sozialhilfe umzusetzen. Und darüber hinaus haben Sie die soziale Agenda des Kreises weiterentwickelt. Dafür danke ich Ihnen sehr“, so der Landrat und sagte weiter: „Sie haben mit ihrer zuverlässigen und zielstrebigen Art über 33 Jahre zum exzellenten Ruf des Rhein-Neckar-Kreises beigetragen.“ Nun führt Jansens Weg zur Stadt Heidelberg. Dort wird sie ab dem 25. Januar 2021 das Amt der Sozialbürgermeisterin begleiten.  „So werden sich unsere Wege auch künftig kreuzen“, ist der Landrat überzeugt.

Joachim Bauer hat über 30 Jahre in verschiedenen Funktionen und Aufgabenbereichen für den Rhein-Neckar-Kreis gearbeitet. „Lieber Herr Bauer, mein Vorgänger hat bereits Ihre Talente erkannt und Sie im Oktober 1993 zum technischen Dezernenten berufen“, sagte der Landrat. Stefan Dallinger beleuchtet verschiedene Perspektiven der beruflichen Karriere von Joachim Bauer: „An jeder Straßenecke in den Städten und Gemeinden des Rhein-Neckar-Kreises gibt es Maßnahmen, Projekte, Ideen, an denen Joachim Bauer mitgewirkt hat.“ In allen seinen Tätigkeitsbereichen hat Joachim Bauer immer nach einvernehmlichen Lösungen gesucht, aber auf immer auf die rechtlichen Grenzen hingewiesen. „Sie waren Amtsleiter, Dezernent und seit 2011 Erster Landesbeamter und haben viele junge Kolleginnen und Kollegen begleitet, gefördert und gefordert“, so Dallinger. „Ich durfte bereits als Amtsleiter des Wasserrechtsamtes unter Ihnen arbeiten und aus dieser langjährigen Zusammenarbeit ist eine große Freundschaft gewachsen“, wurde der Landrat sehr persönlich. Der 64-Jährige genoss als Stellvertreter des Landrats und Erster Landesbeamter höchste Achtung bei den Städten und Gemeinden und beim Kreistag. „Ihre Art hat beeindruckt. In 42 Jahren Verwaltung – davon über 30 Jahre beim Rhein-Neckar-Kreis – haben Sie alles gesehen. Als Joachim Bauer 1990 vom Regierungspräsidium Karlsruhe zum Rhein-Neckar-Kreis wechselte, war er gleich zu Beginn für die Aufnahme der Spätaussiedler zuständig. 2013 als die Flüchtlingswelle begann, hat Bauer wieder Verantwortung übernommen und sich intensiv in die Konzeption zur Unterbringung der Geflüchteten eingebraucht. „Sie haben viele Reformen erlebt, darunter zwei große Verwaltungsreformen und im vergangenen Jahr die Kreisforstreform, und hierbei immer unaufgeregt Ihrem rechtlichen Sachverstand eingebracht“, lobte Dallinger Bauer. „Nun am Ende Ihrer beruflichen Laufbahn haben Sie intensiv bei der Bewältigung der Corona-Pandemie mitgewirkt. Ich danke Ihnen sehr! Sie waren der beste Erste Landesbeamte, den man sich vorstellen kann“, würdigte der Landrat seinem Stellvertreter und dankte ihm für die gemeinsamen Jahre und die wertvolle Arbeit für den Rhein-Neckar-Kreis und seine Einwohnerinnen und Einwohner.

In Anerkennung seiner herausragenden Tätigkeit zeichnete der Landrat Joachim Bauer mit der höchsten Auszeichnung aus, die der Rhein-Neckar-Kreis zu vergeben hat, dem goldenen Kreisehrenring und wünschte ihm für die Zukunft alles Gute. Sozialdezernentin Stefanie Jansen überreichte der Landrat die Silberne Ehrenmedaille des Kreises und wünschte ihr eine erfolgreiche Zeit bei der Stadt Heidelberg

Für alle Fraktion im Kreistag dankte der Fraktionsvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen. Ralf Frühwirt, Joachim Bauer und Stefanie Jansen für ihr herausragendes Wirken für den Landkreis und die gute und angenehme Zusammenarbeit mit dem Kreistag. Beide Führungskräfte haben den Rhein-Neckar-Kreis entscheidend mitgeprägt und sind in hitzigen Debatten ruhig geblieben.

Zum Schluss der Sitzung ergriff der scheidenden Erste Landesbeamte das Wort und dankte auch für seine Dezernentenkollegin Stefanie Jansen für die freundlichen Abschiedsworte und die beiden Auszeichnungen: „Wir haben unseren Beruf gerne ausgeübt und unser fachliches Wissen gerne in die Arbeit der Verwaltung und der Kreisgremien eingebracht.“ Er danke für den fairen Umgang in den zurückliegenden Jahren und das angenehme miteinander. Persönlich fügte Joachim Bauer hinzu: „Ich habe sieben Kreistage erlebt. Die Tätigkeit als Erster Landesbeamter und Stellvertreter des Landrats hat nach den Dezernatsleitungen IV und V meinen Horizont nochmals sehr erweitert und mir die Möglichkeit gegeben, neben der rein staatlichen Verwaltung auch den kommunalen Blick zu erhalten. Ich konnte mir als Landesbeamter keine schönere Aufgabe vorstellen und werde dem Rhein-Neckar-Kreis auch in den kommenden Jahren treu bleiben. Nun freue mich darauf, Neues zu entdecken und auf den neuen Lebensabschnitt der vor mir liegt. Danke für die schöne Zeit.“