KI-Summit: von Potenzialen zum Erfolg

„Wie KI die industrielle Wertschöpfung verändert“ – das diskutierten mehr als 120 Teilnehmende auf dem Netzwerk Summit der InnoPartner Kraichgau mit dem Netzwerk Smart Industries in Walldorf.
Entscheidend ist, was hinten rauskommt – und dafür ist entscheidend, was vorne reinkommt. Ganz profan gesagt eine der Erkenntnisse des Netzwerk Summits. Denn KI ist kein Wundermittel, das alle Prozesse ganz von allein revolutioniert, sondern mit einer soliden Datengrundlage gefüttert werden muss. Das machte Matthias Walenda, KI-Experte und Initiator der AICon, schon in seiner Keynote klar.
Zuvor hatte bereits Manuel Just, Landrat des Rhein-Neckar-Kreises, in seinem Grußwort, auf die Möglichkeiten hingewiesen, die sich durch KI ergeben, dabei aber auch zugegeben: Es liege in der Natur der Sache, dass vieles erst noch eingeordnet und bestimmt werden müsse. Das gelte insbesondere im Hinblick auf Schutz von Daten, von Urheberrechten und Geschäftsgeheimnissen.
Datensouveränität im Fokus
Dementsprechend war Datensouveränität auch einer der Schwerpunkte, der in den drei ThemenHubs besprochen wurde – KI-Agenten und Vibecoding waren die beiden anderen. Mit der Auswahl der Themen hatten die Netzwerke offenbar einen Nerv getroffen: „Wir haben sehr begeisterte Rückmeldungen von unseren Teilnehmenden bekommen“, berichtet Organisatorin Julia Sliwinski von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung. „Auch die Diskussionsbeteiligung und Nachfragen in den Hubs bewegten sich auf einem hohen Niveau.“
Produktions- und Dienstleistungsunternehmen, IT-Experten und -Expertinnen sowie Startups diskutierten hier unter fachkundiger Anleitung, erhielten Klarheit darüber, welche Möglichkeiten es bereits gibt und welche noch nicht, und bekamen teilweise direkte Hilfestellung zu praktischen Fragen aus dem eigenen Alltag.
Bühne für Startups
Dem InnoPartner-Prinzip entsprechend bekamen auch Startups wieder eine besondere Bühne: Zwölf Gründerinnen bzw. Gründer präsentierten ihre Unternehmensideen zunächst mit Pitches vor Publikum. Später war auf dem Startup-Marktplatz noch ausreichend Gelegenheit, Nachfragen zu stellen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Bettina Reinhardt von der innoWerft Walldorf GmbH betont: „Diese Gespräche sind besonders wertvoll – denn genau dort entstehen aus technologischen Möglichkeiten konkrete Kooperationen.“
Auch die Veranstaltung selbst war ein lebendiges Beispiel für gelungene Kooperation: Die InnoPartner, für die der Rhein-Neckar-Kreis, die innoWerft Walldorf und die Regionale Wirtschaftsförderung Bruchsal seit mehreren Jahren über Kreisgrenzen hinweg erfolgreich zusammenarbeiten, haben sich diesmal mit dem Netzwerk Smart Industries noch einen weiteren Akteur ins Boot geholt. „Das NSI hat die Veranstaltung mit zusätzlichen Kompetenzen und zusätzlichen Kontakten sehr bereichert. Das war sicher nicht unsere letzte Kooperation!“, verspricht Julia Sliwinski.
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Julia Sliwinski
Stabsstelle Wirtschaftsförderung
06221 522-2167
j.sliwinski@rhein-neckar-kreis.de