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Landkreis will Pendlerverkehr neu gestalten

Der MetropolPark Wiesloch-Walldorf soll zum Testgelände werden.

Überlassen wir den Mobilitätswandel Anderen oder gestalten wir den Wandel aktiv zugunsten unseres Standorts? Der Rhein-Neckar-Kreis hat sich entschieden.

So kann es nicht bleiben: Von rund 31.000 Ein- und Auspendlern am Standort Wiesloch-Walldorf sind 75 % motorisierter Individualverkehr. Der ÖPNV hingegen ist in Randzeiten nur gering ausgelastet. Gleichzeitig werden in unserer Gesellschaft neue Möglichkeiten der Mobilität entwickelt und erprobt. Der Landkreis Rhein-Neckar will hier selbst aktiv werden – und dabei nicht nur Verkehrsadern und Pendlernerven entlasten, sondern auch den Standort stärken.  Gelingen soll das über ein Reallabor für nachhaltige vernetzte Pendlermobilität. Mit diesem Projekt treten die Städte Walldorf und Wiesloch gemeinsam mit dem Rhein-Neckar-Kreis und sieben weiteren Kooperationspartnern beim Wettbewerb „RegioWIN“ an, um Fördergelder in Höhe von rund sieben Millionen Euro vom Land Baden-Württemberg und der EU zu erhalten. Im Ranking der Metropolregion Rhein-Neckar landete der Landkreis mit seinem Konzept zunächst auf dem Platz dicht hinter dem Mannheimer Innovationszentrum „GreenTech“. „Mit diesem regionalen Voting gehen wir gestärkt in den Wettbewerb, um am Ende eine Förderung für dieses Leuchtturmprojekt in der Region zu erhalten“, sagt Danyel Atalay, Leiter der Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreises. „Schließlich wurden auch schon nach dem letzten RegioWIN-Wettbewerb im Jahr 2013 zwei Projekte aus der Metropolregion gefördert.“

Vier Bausteine des Reallabors

Das Reallabor besteht aus vier Bausteinen: Erstens sollen multimodale Mobilitätsstationen aufgebaut werden, die unterschiedliche Mobilitätsformen verknüpfen – also beispielsweise eine Bushaltestelle, die erweitert wird um einen E-Bike-Verleih, eine Ladestation für E-Autos und/oder eine Paketstation. Zweitens soll eine Mobilitätsplattform entwickelt werden, mit der Pendlerinnen und Pendler alle nötigen Informationen zu ihrem Weg in Echtzeit erhalten – so etwa Verbindungen des ÖPNV, Anschlussoptionen oder alternative Dienstleistungen wie Leihfahrradstationen. Drittens liegt der Aufbau einer bedarfsgerechten Ladeinfrastruktur im Fokus, mit der nicht zuletzt Unternehmen angeregt werden sollen, ihre Flotten auf E-Fahrzeuge umzurüsten. Viertens soll ein Testfeld für leitstandgeführte autonome Fahrzeuge eingerichtet werden. In diesem Pilotprojekt soll ein Fahrer in einer Zentrale mehrere teilautomatisierte Shuttle-Busse überwachen, die ein Gebiet versorgen, das bislang durch den Busverkehr noch nicht optimal angebunden ist. Im Fokus der Überlegungen steht hierbei das Gewerbegebiet Walldorf. Das Reallabor für nachhaltige vernetzte Pendlermobilität ist eines der Leuchtturmprojekte, das auf die Umsetzung des neuen Regionalen Entwicklungskonzepts („Rhein-Neckar – Connect Innovation“) in der Metropolregion Rhein-Neckar abzielt. Am 18. Dezember 2020 wird das Regionale Entwicklungskonzept mitsamt der Projektskizzen als Bewerbung eingereicht. Eine Entscheidung über die berücksichtigten Projekte fällt die RegioWIN-Jury voraussichtlich am 15. April 2021.

Weitere Informationen
RegioWIN 2030

Kontakt
Danyel Atalay
Stabsstelle Wirtschaftsförderung
06221 522-2166
danyel.atalay@rhein-neckar-kreis.de

(Erstellt am 11. November 2020)