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"Hart getroffen"

Jens Stuhrmann von der Stadt Weinheim berichtete in der digitalen Sitzung der Kompetenzgruppe über den Alltag einer kommunalen Wirtschaftsförderung.

Welche Auswirkungen hat die Corona-Pandemie auf die hiesige Wirtschaft? Kompetenzgruppe nimmt Bestandsaufnahme vor.

Die Kompetenzgruppensitzung Ende November war bereits die 19. in der Reihe, gleichzeitig aber auch eine Premiere: Sie fand erstmals online statt. Grund war, natürlich, die Corona-Pandemie. Der Virus bestimmte aber nicht nur das Format, sondern auch die Agenda der Sitzung: Die 21 Teilnehmenden widmeten sich vor allem den Auswirkungen der Krise und den Möglichkeiten, ihr entgegenzuwirken.
 
In seiner Begrüßung hob der Weinheimer Oberbürgermeister Manuel Just diesbezüglich die besondere und bedeutende Rolle von Wirtschaftsförderung in der aktuellen Zeit hervor. In seinem anschließenden Impulsvortrag stellte Klaus Pawlowski, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, die aktuellen Zahlen und die Auswirkungen von Corona auf den Arbeits- und Ausbildungsmarkt im Rhein-Neckar-Kreis vor: „Corona hat den Arbeitsmarkt in der Region hart getroffen, aber im Vergleich zu Baden-Württemberg steht der Kreis aufgrund der hohen Branchen- und Unternehmens-Diversität noch gut da.“ Besonders betroffene Branchen sind aber auch hier Gastronomie, Hotellerie, Zeitarbeit, Medien, und das verarbeitende Gewerbe. Pawlowski betonte, dass in den nächsten Jahren besonderer Wert auf der Bereitstellung von Ausbildungsplätzen für Jugendliche liegen sollte – um schon jetzt einem Fachkräftemangel nach der Krise entgegenzuwirken.

Information und rege Diskussion

Finanzhilfe, Beratungsangebote und Fördermittel standen im Vordergrund des Vortrags von Christian Schwöbel, IHK Rhein-Neckar. Für Unternehmen sei es mitunter nicht leicht, aus der Vielzahl der Hilfsangebote das passende herauszufiltern. Interessant für die Kompetenzgruppe war aber auch ein kurzer Rückblick auf Corona aus Sicht des Gesundheitsamtes, im Fokus standen dabei auch die Hygienekonzepte für Betriebe. Patrick Schütz von der Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreises wies noch einmal auf die Webseite hin, die seit März dieses Jahres alle für Unternehmen relevanten Informationen zusammenfasst und zu den wichtigsten Partnern und Akteuren verlinkt.

Am Ende der Sitzung diskutierten die Mitglieder der Kompetenzgruppe rege über ihren Alltag, Maßnahmen und Lerneffekte in ihren Städten und Gemeinden. Dabei warfen sie einen besorgten Blick auf den Einzelhandel, insbesondere in den früher belebteren Fußgängerzonen, auf Kunst und Kulturschaffende und auch auf die Haushalte in den kommenden Jahren. Der Appell wurde laut, durch Gutscheinaktionen, Lichtinstallationen und Online-Plattformen insbesondere in der Vorweihnachtszeit die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, den örtlichen Handel zu unterstützen.

Die Kompetenzgruppe ist eine Arbeitsgruppe, bestehend aus den Wirtschaftsförderungen der Metropolregion Rhein-Neckar sowie Vertreterinnen und Vertretern wirtschaftsnaher Institutionen wie den Kammern, der Agentur für Arbeit Heidelberg, den Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich über Projekte und aktuelle Entwicklungen auszutauschen, um Synergien in der Region zu nutzen und von den Erfahrungen der Partner zu lernen.

Weitere Informationen
Corona-Infoseite der Wirtschaftsförderung für Unternehmen

Kontakt
Barbara Schäuble
Stabsstelle Wirtschaftsförderung
06221 522-2501
barbara.schaeuble@rhein-neckar-kreis.de

(Erstellt am 14. Dezember 2020)