Wichtiger Hinweis!

Persönliche Vorsprachen sind derzeit wegen der Corona-Pandemie nur nach Terminvereinbarung oder in dringenden Angelegenheiten möglich.
Dienstgebäude dürfen von Kundinnen und Kunden nur mit medizinischem Mund-Nasen-Schutz (FFP2- oder OP-Maske) betreten werden. Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Auswirkungen des Coronavirus

Informationen und Unterstützung für Unternehmen

Als Anlaufstelle für Unternehmen im Rhein-Neckar-Kreis bündelt die Stabsstelle Wirtschaftsförderung aktuelle Informationen und Services rund um die Auswirkungen des Coronavirus auf die regionale Wirtschaft. In enger Zusammenarbeit mit unseren 54 Städten und Gemeinden und weiteren starken Partnern in der Region setzen wir uns dafür ein, Sie als Unternehmen im Rhein-Neckar-Kreis in der derzeitigen schwierigen Situation bestmöglich zu unterstützen. Im Folgenden finden Sie als Arbeitgeber/-in oder Beschäftigte/-r wichtige Informationen, die Ihnen helfen sollen, sich zu orientieren oder die richtigen Ansprechpartner zu finden. Diese Informationen werden durch uns fortlaufend aktualisiert, sorgfältig recherchiert und qualitätsgesichert. Trotzdem bleiben alle Informationen ohne Gewähr.

(Letzte Aktualisierung vom 26.11.2021 um 09:00 Uhr)

Unser Partnernetzwerk für Sie

Um allen Gewerbetreibenden im Rhein-Neckar-Kreis aktuellste Informationen zur Sicherung ihrer Zahlungs- und Handlungsfähigkeit zu bieten, arbeitet die Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreis eng mit den zuständigen regionalen Wirtschaftsakteuren zusammen. Unterstützung erhalten Sie hier:

Finanzielle Hilfen für betroffene Unternehmen

Was kann ich als Unternehmen jetzt tun?

Wir empfehlen Ihnen bei einer drohenden Zahlungsunfähigkeit möglichst zeitnah Ihre Hausbank und/oder Ihre Steuerberatung zu konsultieren. Je nach Situation finden Sie nützliche Tipps in einer Checkliste des Verbandes für Unternehmensberater.

Für die Beantragung von Fördermitteln und Liquiditätshilfen ist es hilfreich eine möglichst umfangreiche Dokumentation zu erstellen. Dazu gehören unter anderem:

  • Dokumentation abgesagter/entgangener Aufträge inklusive der erwarteten Einnahmen
  • Aufstellen eines Liquiditätsplans bis zum Jahresende
  • Bereithalten der Jahresabschlüsse der vergangenen Jahre

Welche finanziellen Unterstützungen gibt es für mein Unternehmen?

Aufgrund der sich sehr rasch abzeichnenden wirtschaftlichen Schieflage für viele Unternehmen, die durch die Ausbreitung des Coronavirus entsteht, haben der Bund und das Land Baden-Württemberg Maßnahmen eingeleitet und den Zugang zu bereits größtenteils etablierten Angeboten vereinfacht. Insbesondere setzt man auf folgende Maßnahmenpakete:


Hinzu kommt der gesetzliche Anspruch auf Entschädigung, aufgrund von Verdienstausfällen gemäß dem Infektionsschutzgesetz.

Empfohlen durch den Landkreistag Baden-Württemberg, möchten wir Sie gerne auch auf die kostenfreie Plattform #DurchblickMacher hinweisen. Hier finden Sie einen Überblick über alle Hilfsangebote, die Selbstständigen und Kleinunternehmern zur Verfügung stehen.

Im Fall, dass keines der Hilfsangebote auf Sie passt, haben die Länder ein Finanzpaket für Härtefälle geschnürrt. Die Härtefallhilfen der Länder unterstützen Unternehmen, die infolge der Corona-Pandemie in Not geraten sind, im besonderen Einzelfall. Weitere Informationen...

Gibt es eine Erstattung bei Verdienstausfällen nach dem Infektionsschutzgesetz?

Bürgerinnen und Bürgern steht in bestimmten Konstellationen ein Entschädigungsanspruch nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) zu. Die Antragstellung sowie die Bearbeitung der Anträge nach § 56 Abs. 1 und Abs. 1a IfSG erfolgt über ein elektronisches Online-Verfahren. Die Website, auf der die Anträge gestellt werden können, lautet:

www.ifsg-online.de

Auf dieser Website finden sich überdies nützliche Informationen für Antragstellerinnen und Antragsteller. Zuständige Behörde für die Bearbeitung von Entschädigungsanträgen nach §§ 56, 57 und 58 IfSG ist das Regierungspräsidium Karlsruhe, Schlossplatz 1-3, 76131 Karlsruhe, E-Mail: Entschaedigung-ifsg@rpk.bwl.de.

Gibt es eine Verdienstausfallentschädigung für Mitarbeitende, die eine Empfehlung zur "häuslichen Isolation" vom Gesundheitsamt erhalten haben?

Bei empfohlener „häuslicher Isolierung“ muss eine einvernehmliche Regelung zwischen dem Arbeitgeber und dem Mitarbeitenden getroffen werden (Homeoffice, Gleitzeit, Freistellung unter Lohnfortzahlung o.ä.). Es besteht kein rechtlicher Anspruch auf Verdienstausfallerstattung. Sollte der Arbeitgeber darauf bestehen, dass der Mitarbeitende zur Arbeit erscheint, trägt er das Risiko (z.B. wenn im Verlauf doch noch positiv getestet wird und dann Arbeitskollegen als Kontaktpersonen gelten). Bei Quarantäne, die durch das Gesundheitsamt angeordnet wird, ist auf dem zugestellten Bescheid vermerkt, wie bezüglich eines Verdienstausfalls und einer entsprechenden Entschädigung zu verfahren ist.

Gibt es für mich oder mein Unternehmen Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen?

Das Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie führt dazu, dass die laufenden Einnahmen vieler Betriebe weiterhin unter den laufenden Kosten liegen werden. Die Liquiditätsfrage bleibt damit akut. Zum Schutze der Wirtschaft wurde daher folgendes Zuschussprogramm beschlossen:

Überbrückungshilfe III Plus (bis 31. Dezember 2021)
Mit den Überbrückungshilfen unterstützt die Bundesregierung Unternehmen, Selbständige, Vereine und Einrichtungen bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie. Hier erhalten Sie Hintergrundinformationen für antragsberechtigte Unternehmen, Steuerberatende und -bevollmächtigte, Wirtschaftsprüfende, vereidigte Buchprüfende sowie Rechtsanwältinnen und -anwälte.

Tilgungszuschuss II
Unternehmen und Soloselbständige des Schaustellergewerbes, der Veranstaltungs- und Eventbranche, des Taxi- und Mietwagengewerbes sowie Dienstleistungsunternehmen des Sports, der Unterhaltung und Erholung und Sportvereine mit ihrem steuerpflichtigen, wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb können den Tilgungszuschuss Corona II beantragen. [Mehr Informationen]

Sie haben bereits einen Antrag auf Soforthilfe gestellt oder haben Fragen zu ihrem Antrag? Dann schauen Sie auf der Webseite der L-Bank vorbei und halten Sie Ihre Bearbeitungsnummer bereit.

Welche Förderdarlehen stehen meinem Unternehmen zur Liquiditätssicherung zur Verfügung?

Zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen den Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe im Rhein-Neckar-Kreis eine Reihe etablierter Förderinstrumente zur Verfügung.

Es gilt das sog. Hausbankenverfahren. Das bedeutet, dass Unternehmen den Förderantrag nicht beim Förderinstitut, sondern über die Hausbank stellen. Diese kennt Ihr Unternehmen und ist so in der Lage den Antrag kurzfristig zu prüfen und an das Förderinstitut weiterzuleiten. Die Kreditentscheidung erfolgt bei der jeweiligen Hausbank.

Da Förderprogramme sowie deren Konditionen regelmäßig angepasst werden, verweisen wir auf die entsprechenden Verlinkungen zu nachstehenden Angeboten:

  • Die KfW nutzt bestehende Kredite für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler und verbessert dort die Zugangsbedingungen und Konditionen. Beachten Sie, dass es sich hierbei nicht um Zuschüsse handelt. Zur Webseite der KfW.
  • Die L-Bank (Investitionsbank des Landes Baden-Württemberg) kann mit ihrem Angebot für Betriebsmittel-, Liquiditäts- und Überbrückungsfinanzierungen den baden-württembergischen Unternehmen auch in Zeiten eines schwierigeren wirtschaftlichen Umfelds ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen.
  • Unternehmen, die Bürgschaften für Kredite in Anspruch nehmen möchten, werden gebeten, sich an die Bürgschaftsbanken der Länder zu wenden. Im Rhein-Neckar-Kreis wenden Sie sich bitte an die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg.
  • Die Landwirtschaftliche Rentenbank bietet ab sofort Darlehen zur Liquiditätssicherung für Unternehmen der Landwirtschaft, des Gartenbaus und des Weinbaus an, die unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Rentenbank.


Nichts Passendes dabei? Die Förderdatenbank des Bundes unter www.foerderdatenbank.de filtert anhand von Suchkritierien und lokalen Sucheingaben das entsprechende Angebot für Sie heraus!

Was ist bei der Beantragung von Kurzarbeitergeld (KUG) zu beachten?

Wie beantrage ich Kurzarbeitergeld (KUG)?

Muss ich trotz des drohenden Liquiditätsengpasses die Steuern meines Unternehmens wie gewohnt zahlen?

Um Unternehmen jeder Größe in der Corona-Pandemie dabei zu unterstützen, ihre Ausstattung mit Liquidität zu verbessern, erhalten sie steuerliche Hilfen. Das Bundesfinanzministerium hat mit den obersten Landesbehörden abgestimmt, konkrete Erleichterungen für Freiberufler, Selbständige und andere Unternehmen, zum Beispiel Stundung fälliger Steuerzahlungen, Anpassungen von Vorauszahlungen sowie Erleichterungen bei Vollstreckungen, schnell umzusetzen. Wer von den steuerlichen Erleichterungen für Unternehmen Gebrauch machen möchte, sollte sich an das jeweils zuständige Finanzamt vor Ort wenden. Eine Übersicht über steuerliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Folgen gibt Ihnen hierüber einen detaillierteren Einblick.

Weitere Informationen finden Sie beim Finanzministerium Baden-Württemberg und beim Bundesfinanzministerium.

Hat mein international agierendes Unternehmen Zugriff auf Exportkreditgarantien?

Sollte Ihr Unternehmen international tätig sein und Exportgeschäfte über Hermes-Bürgschaften abgesichert haben, greifen teilweise auch diese im Fall von Schäden, die auf den Corona-Virus zurückzuführen sind. Dies betrifft Schäden in der Herstellungsphase, die unter die Fabrikationsrisikodeckung fallen. Die Fabrikationsrisikodeckung stellt einen Schutz vor den finanziellen Folgen eines Produktionsabbruchs dar. Abgesichert ist oft auch der Ausfall von Lieferungen, der als Lieferantenkreditdeckung oder auch Forderungsdeckung bekannt ist. Sie bieten Schutz für den Fall, dass ein Auslandskunde eine Forderung nicht bezahlt. Diese Forderung muss auch tatsächlich bestehen. Unter Umständen können Schäden aufgrund des Corona-Virus auch einen Fall höherer Gewalt darstellen und die Forderung entfallen lassen. Wenden Sie sich daher auch bei Zahlungsverzügen umgehend an die Euler Hermes AG.
 
Ihr Ansprechpartner im Zusammenhang mit allen Fragen zu Exportkreditgarantien, die über Hermes-Bürgschaften abgesichert wurden, ist die Euler Hermes AG in mit der kostenpflichtigen Telefonnummer 040-8834 9000 oder der E-Mail-Adresse info@exportkreditgarantien.de. Weiterführende Informationen finden Sie außerdem auf der Internetseite der Euler Hermes AG.

Weitere Unterstützungsmöglichkeiten

Wo kann ich mich bei einer akuten finanziellen Schieflage meines Unternehmens beraten lassen?

Seit dem 15. Mai können sich Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitende bei einem der vier branchenorientierten Beratungsdienste informieren und je nach Bedarf die kostenlose Beratung durch einen erfahrenen Experten oder eine Expertin erhalten. Für die „Krisenberatung Corona“ hat das Wirtschaftsministerium das RKW Baden-Württemberg (Industrie und Dienstleistung), die BWHM GmbH (Handwerk), die DEHOGA Beratung (Gastgewerbe)und die Unternehmensberatung des Handelsverbandes Baden-Württemberg (Handel) beauftragt. Interessierte Unternehmen können sich direkt an die Beratungsdienste wenden. Im Rahmen eines Erstgesprächs werden die Fördervoraussetzungen abgeklärt, die Beratungsbedarfe analysiert und ein geeigneter Krisen- und Sanierungsexperte vermittelt. [Mehr Information]

Gibt es spezielle Unterstützungsleistungen für Existenzgründende?

Durch die Corona-Pandemie haben Gründerinnen und Gründer verstärkt mit ausbleibenden Finanzierungsrunden und daraus resultierenden Liquiditätsengpässen zu kämpfen. Damit innovative und aussichtsreiche Gründungsvorhaben und Start-ups durch die Corona-Krise nicht verloren gehen, weitet das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg die bewährte Frühphasenförderung Start-up BW Pre-Seed aus und schafft das Förderprogramm "Start-up BW Pro-Tect". Ziel des Förderprogramms ist es, kurzfristige Liquiditätsengpässe bis zur nächsten Finanzierungsrunde zu überbrücken. Start-up BW Pro-Tect ermöglicht krisengeschüttelten Start-ups, die eine erste Finanzierungsrunde bereits erfolgreich beendet haben, erneut den rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von bis zu 200.000 Euro zu beantragen. In begründeten Ausnahmefällen kann der Zuschuss auch bis zu 400.000 Euro betragen. Mit Beschluss der Landesregierung wurde die Laufzeit des Programms bis 31. Dezember 2021 verlängert.

Weitere Informationen zum Förderprogramm, den zu erfüllenden Voraussetzungen, einzureichenden Unterlagen und eine Liste der Start-up BW Pro-Tect Partner, die als Ansprechpartner und für die Antragstellung zur Verfügung stehen, finden Sie unter www.startupbw.de/pro-tect. Zudem hat das Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg erst kürzlich den Start-up Atlas Baden-Württemberg 2021 veröffentlicht, welcher einen Einblick auf die Auswirkungen der Corona-Krise oder auch die Förderangebote in Baden-Württemberg gewährt.

Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es im Bereich Digitalisierung?

Das Wirtschaftsministerium hat in Kooperation mit der L-Bank das Förderprogramm „Digitalisierungsprämie Plus“ gestartet. Für die „Digitalisierungsprämie Plus“ stehen insgesamt 66 Millionen Euro zur Verfügung. Eine Antragstellung ist ab sofort möglich.

Mit der Digitalisierungsprämie Plus werden Digitalisierungsprojekte sowie Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gefördert. Mit verbesserten Konditionen, einem erweiterten Kreis der Antragsberechtigten sowie förderfähigen Vorhaben kann mit der Digitalisierungsprämie Plus ein noch stärkerer Schwerpunkt auf die Digitalisierung der gesamten Wertschöpfungs- und Prozesskette gelegt werden.

Die Unternehmen können zwischen zwei Programmvarianten wählen:

  • Digitalisierungsprämie Plus - Zuschussvariante (direkter Zuschuss)
  • Digitalisierungsprämie Plus - Darlehensvariante (zinsverbilligtes Darlehen mit Tilgungszuschuss)


Damit können die Unternehmen entsprechend ihrer individuellen Bedarfs- und Liquiditätssituation die für sie am besten geeignete Förderart auswählen. In der Zuschussvariante erfolgt die Antragstellung über die L-Bank, in der Darlehensvariante über die Hausbank des Antragstellers. Alle Details zur "Digitalisierungsprämie Plus" finden Sie auch hier.

Nichts Passendes dabei? Die Förderdatenbank des Bundes unter www.foerderdatenbank.de filtert anhand von Suchkriterien und lokalen Sucheingaben das entsprechende Angebot für Sie heraus! Mehr Informationen finden Sie unter der Frage "Gibt es für mich oder mein Unternehmen Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen?".

Außerdem steht es allen Personen in Deutschland zu, die zu wenige oder keine Mittel haben, um den Lebensunterhalt für sich (und die eigene Familie) sicherzustellen, Grundsicherung zu beantragen. Sollten Sie also aus bestimmten Gründen keine der auf dieser Homepage aufgezeigten Maßnahmen zur Liquiditätssicherung beanspruchen können und keinen Zugriff auf finanzielle Rücklagen haben, können Sie beim zuständigen Jobcenter Grundsicherung beantragen. Bitte beachten Sie, dass Ihre Selbstständigkeit auch in der Zeit, in der Sie Grundsicherung erhalten, weiterlaufen kann. Der Gesetzgeber hat vorübergehend den Zugang zur Grundsicherung erleichtert. Wer ab dem 1. März 2020 und bis einschließlich dem 31. Dezember 2021 einen Antrag auf Grundsicherung stellt, erhält Erleichterungen. Es ist nur zu erklären, ob erhebliches Vermögen vorhanden ist. Nur bei erheblichem Vermögen findet eine Vermögensprüfung statt. Wie Sie Grundsicherung beantragen können und viele weitere Informationen finden Sie im entsprechenden FAQ-Katalog zur Grundsicherung auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit.

Informationen zur Corona-Verordnung

Mit Beschluss vom 23. November 2021 hat die Landesregierung ihre Rechtsverordnung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus (Corona-Verordnung) erneut geändert. Die Änderungen treten am 24. November 2021 in Kraft. Im FAQ-Katalog zur Corona-Verordnung der Landesregierung Baden-Württemberg finden Sie zahlreiche Detailinformation und hilfreiche Links.

Bei Fragen zur konkreten Auslegung der Corona-Verordnung, wenden Sie sich bitte an die in Ihrer Kommune zuständige Ortspolizeibehörde.

Weitere Informationen für Unternehmen und Beschäftigte

Corona-Fall im Betrieb – Was ist zu tun?

Diese Frage kann sich aktuell in jedem Betrieb stellen: Was ist zu tun, wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin sich mit dem Corona-Virus infiziert hat oder der begründete Verdacht auf eine Infektion besteht. Eine Broschüre von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen nennt die richtigen Ansprechpartner und gibt Hinweise, wie auch in dieser Situation Sicherheit und Gesundheit im Unternehmen bestmöglich gewahrt werden können.

Im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie gelten besondere Richtlinien für den Arbeitsschutz. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat hierzu einen Standard veröffentlicht (SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard). Weitere Informationen finden Sie unter www.bmas.de/arbeitsschutzsstandard.

Das Gesundheitsamt stellt keine gesonderten Anforderungen. Prinzipiell müssen am Arbeitsplatz auch immer die Vorgaben der jeweils aktuellen Corona-Verordnung eingehalten werden. Sollten darüber hinaus Fragen aufkommen, können Sie gerne eine E-Mail an covidinfo@rhein-neckar-kreis.de schreiben oder direkt bei der Hotline des Gesundheitsamtes unter Telefon 06221/ 522 1881 anrufen.

Welche Ziele werden mit der Einführung der allgemeinen 3G-Regel für Arbeitgeber und Beschäftigte verfolgt?

Die Regelung soll dazu beitragen, die akute vierte Infektionswelle möglichst schnell zu brechen und das allgemeine Infektionsgeschehen in Deutschland effizient einzudämmen. Dafür müssen auch am Arbeitsplatz mögliche Infektionsketten wirksam unterbrochen werden.

Geimpfte und Genesene werden seltener infiziert und werden somit auch seltener zu Überträgern des Coronavirus SARS-CoV-2. Zudem sind sie, wenn sie trotz Impfung infiziert werden sollten, für einen deutlich kürzeren Zeitraum infektiös. Das Risiko, das von Geimpften oder Genesenen ausgeht, ist somit deutlich geringer. Darüber hinaus sind Geimpfte und Genesene deutlich besser vor einem schweren Krankheitsverlauf geschützt als Ungeimpfte. Sie tragen daher in geringerem Maße zu einer Belastung des Gesundheitswesens bei. Getestete sind dagegen nicht vor einer Infektion durch andere Getestete, Geimpfte oder Genesene geschützt. Die Testung reduziert jedoch das Risiko eines Eintrags in den Betrieb und somit auch das Risiko einer Beeinträchtigung des Betriebsablaufs durch mögliche Absonderungsanordnungen im Fall eines Ausbruchsgeschehens. Insbesondere tragen sie zum Schutz von Risikogruppen bei, bei denen die Impfung zum Beispiel wegen eines schwachen Immunsystems nicht gut gewirkt haben könnte, und die trotzdem am Arbeitsleben teilhaben wollen bzw. müssen. Auch sinkt das Infektionsrisiko für andere Ungeimpfte. Insgesamt trägt die Testung zu einem besseren Überblick über das Infektionsgeschehen bei und ermöglicht eine bessere Abschätzung der kommenden Krankenhausbelegung.

Weitere Informationen zur betrieblichen 3G-Regelungen im Infektionsschutzgesetz finden Sie im FAQ-Katalog des Bundesarbeitsministerium.

Wie kann ich die Ausbildung meiner Auszubildenden sichern, trotz Kurzarbeit?

Für die Betriebe kann es schwierig sein, während der Kurzarbeit die Ausbildungsleistungen zu erbringen, zu denen sie rechtlich verpflichtet sind. Mit der Förderung der Verbundausbildung sollen flexible Lösungen ermöglicht werden, damit die Kurzarbeit nicht zu Lasten der Ausbildungsqualität geht. Ausbildungsbetriebe, die allein eine vollständige Ausbildung nicht durchführen können und deshalb einen Ausbildungsverbund bilden, können durch Gewährung einer Prämie gefördert werden.

Alle Informationen zum Programm „Azubi im Verbund – Ausbildung teilen“ finden Sie hier.

Was gibt es bei Minijobbern (450-Euro-Kräften) zu beachten?

Auch hinsichtlich der angestellten Minijobber gibt es zahlreiche offene Fragen, wie z.B. ob Minijobber auch für das Kurzarbeitergeld anzumelden sind, ob eine Entgeltzahlung weiterhin stattfinden muss oder auch welche Entschädigungsmöglichkeiten es für Arbeitgeber gibt. Zahlreiche Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite der Minijob-Zentrale.

Was ist beim Homeoffice zu beachten?

Aufgrund der Vielzahl an Maßnahmen, die nun durch Bund, Länder und Kommunen gefordert und umgesetzt werden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, haben zahlreiche Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Doch wie richte ich meinen Homeoffice-Arbeitsplatz am besten ein und wie schaffe ich es mich, trotz des Heimarbeitsplatzes, genügend zu bewegen?

Die Onlineplattform t3n bietet Ihnen mit ihrem Corona-Homeoffice-Guide (2 MB) nun einige Lösungsansätze, wie die Heimarbeit am besten funktioniert und worauf es ankommt.

Informationen zur Kontaktnachverfolgung im Rhein-Neckar-Kreis

Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, das auch für das Stadtgebiet Heidelberg zuständig ist, setzt die App „Luca“ zur Kontaktnachverfolgung ein. Details zur Anwendung der luca-App und weitere Informationen rundum die Applikation finden Sie in den FAQs von Luca.