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Auswirkungen des Coronavirus

Informationen und Unterstützung für Unternehmen

Als Anlaufstelle für Unternehmen im Rhein-Neckar-Kreis bündelt die Stabsstelle Wirtschaftsförderung aktuelle Informationen und Services rund um die Auswirkungen des Coronavirus auf die regionale Wirtschaft. In enger Zusammenarbeit mit unseren 54 Städten und Gemeinden und weiteren starken Partnern in der Region setzen wir uns dafür ein, Sie als Unternehmen im Rhein-Neckar-Kreis in der derzeitigen schwierigen Situation bestmöglich zu unterstützen.

Im Folgenden finden Sie als Arbeitgeber/-in oder Beschäftigte/-r wichtige Informationen, die Ihnen helfen sollen, sich zu orientieren oder die richtigen Ansprechpartner zu finden. Diese Informationen werden durch uns fortlaufend aktualisiert, sorgfältig recherchiert und qualitätsgesichert. Trotzdem bleiben alle Informationen ohne Gewähr.

(Letzte Aktualisierung vom 09.07.2020 um 15:30 Uhr)

Unser Partnernetzwerk für Sie

Um allen Gewerbetreibenden im Rhein-Neckar-Kreis aktuellste Informationen zur Sicherung ihrer Zahlungs- und Handlungsfähigkeit zu bieten, arbeitet die Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Rhein-Neckar-Kreis eng mit den zuständigen regionalen Wirtschaftsakteuren zusammen. Unterstützung erhalten Sie hier:

Finanzielle Hilfen für betroffene Unternehmen

Was kann ich als Unternehmen jetzt tun?

Wir empfehlen Ihnen bei einer drohenden Zahlungsunfähigkeit möglichst zeitnah Ihre Hausbank und/oder Ihre Steuerberatung zu konsultieren. Je nach Situation finden Sie nützliche Tipps in einer Checkliste des Verbandes für Unternehmensberater.

Für die Beantragung von Fördermitteln und Liquiditätshilfen ist es hilfreich eine möglichst umfangreiche Dokumentation zu erstellen. Dazu gehören unter anderem:

  • Dokumentation abgesagter/entgangener Aufträge inklusive der erwarteten Einnahmen
  • Aufstellen eines Liquiditätsplans bis zum Jahresende
  • Bereithalten der Jahresabschlüsse der vergangenen Jahre

Welche finanziellen Unterstützungen gibt es für mein Unternehmen?

Aufgrund der sich sehr rasch abzeichnenden wirtschaftlichen Schieflage für viele Unternehmen, die durch die Ausbreitung des Coronavirus entsteht, haben der Bund und das Land Baden-Württemberg erste liquiditätssichernde Maßnahmen eingeleitet und den Zugang zu bereits größtenteils etablierten Angeboten vereinfacht. Insbesondere setzt man auf folgende Maßnahmenpakete:

  • Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen müssen
  • Stabilisierungshilfe Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe
  • Sonderförderprogramm "Schutzscheiben in Linienbussen"
  • Wirtschaftsstabilisierungsfond des Bundes
  • Kurzarbeitergeld
  • Vereinfachter Zugang zu zinsgünstigen Förderdarlehen und Bürgschaften
  • Steuerstundungen
  • Exportkreditgarantien


Hinzu kommt der gesetzliche Anspruch auf Entschädigung, aufgrund von Verdienstausfällen gemäß dem Infektionsschutzgesetz.

Welche Maßnahmen Ihnen nun am besten weiterhelfen und wie Sie diese beantragen können, all diese Informationen finden Sie in den nachfolgenden Fragen und Antworten. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg hat außerdem eine Übersicht der wichtigsten Fördermaßnahmen von Bund und Land für die Wirtschaft (744 KB) zusammengestellt.

Empfohlen durch den Landkreistag Baden-Württemberg, möchten wir Sie gerne auch auf die kostenfreie Plattform #DurchblickMacher hinweisen. Hier finden Sie einen Überblick über alle Hilfsangebote, die Selbstständigen und Kleinunternehmern zur Verfügung stehen.

Gibt es eine Erstattung bei Verdienstausfällen nach dem Infektionsschutzgesetz?

Die Antragstellung sowie die Bearbeitung der Anträge nach § 56 Abs. 1 und Abs. 1a IfSG erfolgt künftig über ein elektronisches Online-Verfahren. Die Website, auf der die Anträge gestellt werden können, lautet:

www.ifsg-online.de

Auf dieser Website finden sich überdies nützliche Informationen für Antragstellerinnen und Antragsteller. Zuständige Behörde für die Bearbeitung von Entschädigungsanträgen nach §§ 56, 57 und 58 IfSG ist das Regierungspräsidium Karlsruhe, Schlossplatz 1-3, 76131 Karlsruhe, E-Mail: Entschaedigung-ifsg@rpk.bwl.de.

Diese geänderte Zuständigkeit gilt rückwirkend ab dem 01.02.2020. Die bislang beim Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises eingegangenen Anträge werden zur weiteren Bearbeitung dorthin übermittelt.

Gibt es eine Verdienstausfallentschädigung für Mitarbeitende, die eine Empfehlung zur "häuslichen Isolation" vom Gesundheitsamt erhalten haben?

Bei empfohlener „häuslicher Isolierung“ muss eine einvernehmliche Regelung zwischen dem Arbeitgeber und dem Arbeitnehmer getroffen werden (Homeoffice, Gleitzeit, Freistellung unter Lohnfortzahlung o.ä.). Es besteht kein rechtlicher Anspruch auf Verdienstausfallerstattung. Sollte der Arbeitgeber darauf bestehen, dass der Betroffene zur Arbeit erscheint, trägt er das Risiko (z.B. wenn der Arbeitnehmer im Verlauf doch noch positiv getestet wird und dann Arbeitskollegen als Kontaktpersonen gelten). Bei Quarantäne, die durch das Gesundheitsamt angeordnet wird, ist auf dem zugestellten Bescheid vermerkt, wie bezüglich eines Verdienstausfalls und einer entsprechenden Entschädigung zu verfahren ist.

Gibt es für mich oder mein Unternehmen Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen?

Das Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie führt dazu, dass die laufenden Einnahmen vieler Betriebe weiterhin unter den laufenden Kosten liegen werden. Die Liquiditätsfrage bleibt damit akut. Zum Schutze der Wirtschaft wurden daher folgende Zuschussprogramme beschlossen:

Die Bundesregierung hat am 12. Juni 2020 die Eckpunkte für die "Überbrückungshilfe für kleine und mittelständische Unternehmen, die Ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Krise ganz oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten" beschlossen. Die Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Zuschussprogramm mit einer Laufzeit von drei Monaten (Juni bis August 2020) und einer maximalen Förderung in Höhe von 150.000 Euro. Ab sofort können sich Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigte Buchprüfer, die für die Unternehmen die Anträge einreichen müssen, auf der Antragsplattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de registrieren. Seitens des Landes wird das Hilfsprogramm des Bundes sinnvoll durch Förderung eines fiktiven Unternehmerlohns ergänzt: Der Bund schließt Lebenshaltungskosten oder einen Unternehmerlohn bei den förderfähigen Kosten explizit aus. Wie schon bei der Soforthilfe will das Land einen fiktiven Unternehmerlohn in Höhe von bis zu 1.180 Euro pro Monat in Abhängigkeit vom individuellen Umsatzrückgang daher auch bei der Überbrückungshilfe aus Landesmitteln aufstocken. Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Wirtschatfsministeriums Baden-Württemberg.

Das Hotel- und Gaststättengewerbe ist in besonderer Weise von den Folgen der Pandemie und der damit verbundenen erforderlichen Beschränkungen betroffen. In dieser Branche gab es bereits vor der Einführung staatlicher Maßnahmen zur Beschränkung des sozialen Lebens starke Umsatzeinbußen durch Absagen von Reisen und Veranstaltungen. Auch angesichts der nunmehr beschlossenen Lockerungen der Beschränkungen wird im Gastgewerbe eine Rückkehr zum normalen Betrieb und hohen Auslastungen auch auf längere Sicht nicht möglich sein, weshalb weiterhin mit erheblichen Umsatzeinbußen zu rechnen ist. Darum hat das Land Baden-Württemberg eine Stabilisierungshilfe Corona für das Hotel- und Gaststättengewerbe beschlossen. Mit der im Rahmen dieses Programms ausgereichten Förderung soll den unmittelbar infolge der Corona-Pandemie wirtschaftlich betroffenen Gastronomie- und Hotelbetrieben eine weitere finanzielle Hilfe gewährt werden, um weiterhin andauernde Liquiditätsengpässe zu kompensieren und die wirtschaftliche Existenz dieser Unternehmen zu sichern. Weitere Informationen zum Programm und zum Antragsverfahren finden Sie hier.

Neben den bereits genannten Sonderzuschüssen des Landes oder Bundes hat das Verkerhsministerium Baden-Württemberg nun eine Sonderrichtlinie Technische Schutzwände für Busfahrer und Busfahrerinnen auf den Weg gebracht. Die Anträge können ab sofort bei der L-Bank, Förderbank für Baden-Württemberg, bis zum 31. Oktober 2020 gestellt werden. Das Land Baden-Württemberg unterstützt die Anschaffung von Schutzscheiben in Linienbussen und Bürgerbussen, damit der Ticketverkauf durch den Busfahrer wieder ermöglicht werden kann und die Busunternehmen vor weiteren wirtschaftlichen Einbußen geschützt werden.

Sie haben bereits einen Antrag auf Soforthilfe gestellt oder haben Fragen zu ihrem Antrag? Dann schauen Sie auf der Webseite der L-Bank vorbei und halten Sie Ihre Bearbeitungsnummer bereit.

Welche Förderdarlehen stehen meinem Unternehmen zur Liquiditätssicherung zur Verfügung?

Zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen stehen den Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der freien Berufe im Rhein-Neckar-Kreis eine Reihe etablierter Förderinstrumente zur Verfügung.

Es gilt das sog. Hausbankenverfahren. Das bedeutet, dass Unternehmen den Förderantrag nicht beim Förderinstitut, sondern über die Hausbank stellen. Diese kennt Ihr Unternehmen und ist so in der Lage den Antrag kurzfristig zu prüfen und an das Förderinstitut weiterzuleiten. Die Kreditentscheidung erfolgt bei der jeweiligen Hausbank.

Da Förderprogramme sowie deren Konditionen regelmäßig angepasst werden, verweisen wir auf die entsprechenden Verlinkungen zu nachstehenden Angeboten:

  • Die KfW nutzt bestehende Kredite für Unternehmen, Selbstständige und Freiberufler und verbessert dort die Zugangsbedingungen und Konditionen. Beachten Sie, dass es sich hierbei nicht um Zuschüsse handelt. Zur Webseite der KfW.
  • Die L-Bank (Investitionsbank des Landes Baden-Württemberg) kann mit ihrem Angebot für Betriebsmittel-, Liquiditäts- und Überbrückungsfinanzierungen den baden-württembergischen Unternehmen auch in Zeiten eines schwierigeren wirtschaftlichen Umfelds ausreichend Liquidität zur Verfügung stellen.
  • Unternehmen, die Bürgschaften für Kredite in Anspruch nehmen möchten, werden gebeten, sich an die Bürgschaftsbanken der Länder zu wenden. Im Rhein-Neckar-Kreis wenden Sie sich bitte an die Bürgschaftsbank Baden-Württemberg. Das Wirtschaftsministerium stellt zudem gemeinsam mit der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg Sofortbürgschaften für Soloselbständige, Freiberufler und Betriebe mit bis zu zehn Beschäftigten bereit. Ab 15. Juli können Unternehmen die Bürgschaften beantragen. Unternehmen können die Sofortbürgschaft auf zwei Wegen beantragen. Über das Portal www.ermoeglicher.de können sie bei positiver Prüfung eine elektronische Vorabzusage für eine Sofortbürgschaft in Höhe von 90 Prozent für einen Kredit bis zu 250.000 Euro der Bürgschaftsbank Baden-Württemberg erhalten. Diese Vorabzusage wird direkt an ein Kreditinstitut nach Wahl zugeleitet. In diesen Fällen könne die Bürgschaft auf 100 Prozent erhöht werden. Daneben ist der Antragsweg über das klassische Hausbankverfahren möglich. Hier beantragt die Hausbank eine Bürgschaft in Höhe von 90 Prozent für ein Darlehen bis zu 125.000 Euro. Für eine spätere weitere Finanzierung (bis max. 125.000 Euro) kann sie auf Wunsch 100 Prozent Bürgschaft erhalten.
  • Die Landwirtschaftliche Rentenbank bietet ab sofort Darlehen zur Liquiditätssicherung für Unternehmen der Landwirtschaft, des Gartenbaus und des Weinbaus an, die unter den Folgen der Corona-Pandemie leiden. Weiter Informationen erhalten Sie auf der Webseite der Rentenbank.


Nichts Passendes dabei? Die Förderdatenbank des Bundes unter www.foerderdatenbank.de filtert anhand von Suchkritierien und lokalen Sucheingaben das entsprechende Angebot für Sie heraus!

Mein Unternehmen hat bereits ein Förderdarlehen/ Kredit. Können Tilgungs- und/oder Zinsleistungen ausgesetzt werden?

Durch die negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie erleiden zahlreiche Unternehmen Liquiditätsengpässe, die nicht nur dazu führen, dass Mieten und Personalkosten nicht im vollen Umfang geleistet werden können, sondern auch monatliche Tilgungs- und Zinszahlungen für offene Förderdarlehen bzw. Kredite. Im ersten Schritt empfehlen wir daher jedem betroffenen Unternehmen sich schnellstmöglich mit dessen Hausbank in Verbindung zu setzen, um eventuelle Aussetzungen von Tilgungs- und Zinsleistungen zubeantragen.

Die Investitionsbank des Landes Baden-Württemberg, die L-Bank, hat nun eine Übersicht über verschiedene Tilgungsaussetzungen in der Corona-Krise veröffentlicht. Zum Dokument... (783 KB)

Welche Leistungen erhält mein Unternehmen durch das Kurzarbeitergeld (KUG)?

Das Wichtigste zu den Leistungen des Kurzarbeitergeldes in Kürze:

  • Anspruch auf KUG besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.
  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet.
  • Der Bezug von KUG ist bis zu 12 Monate möglich. Bis Ende 2020 gilt unter bestimmten Voraussetzungen eine Bezugsdauer von längstens 21 Monaten.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf KUG.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet.
  • Die weiteren Voraussetzungen zur Inanspruchnahme von KUG behalten ihre Gültigkeit.


Zur schnellen Beantwortung von häufig gestellten Fragen zum Kurzarbeitergeld finden Sie in einen FAQ-Katalog der Bundesagentur für Arbeit.

Welche Voraussetzungen müssen für die Anmeldung von Kurzarbeitergeld (KUG) erfüllt sein?

Wenn Betriebe aus wirtschaftlichen Gründen oder aufgrund eines unabwendbaren Ereignisses die Arbeitszeit vorübergehend verringern und Kurzarbeit anzeigen, zahlt die Bundesagentur für Arbeit bei Vorliegen der gesetzlichen Voraussetzungen Kurzarbeitergeld. Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein (gemäß § 95 SGB III):

  • Anspruch auf KUG besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben,
  • die betrieblichen Voraussetzungen erfüllt sind,
  • die persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind und
  • der Arbeitsausfall der Bundesagentur für Arbeit angezeigt worden ist.


Über die konkreten Voraussetzungen informiert im Detail ein Merkblatt der Bundesagentur für Arbeit.

Wie beantrage ich Kurzarbeitergeld (KUG)?

Muss ich trotz des drohenden Liquiditätsengpasses die Steuern meines Unternehmens wie gewohnt zahlen?

Um Unternehmen jeder Größe in der Corona-Pandemie dabei zu unterstützen, ihre Ausstattung mit Liquidität zu verbessern, erhalten sie steuerliche Hilfen. Das Bundesfinanzministerium hat mit den obersten Landesbehörden abgestimmt, konkrete Erleichterungen für Freiberufler, Selbständige und andere Unternehmen, zum Beispiel Stundung fälliger Steuerzahlungen, Anpassungen von Vorauszahlungen sowie Erleichterungen bei Vollstreckungen, schnell umzusetzen. Wer von den steuerlichen Erleichterungen für Unternehmen Gebrauch machen möchte, sollte sich an das jeweils zuständige Finanzamt vor Ort wenden.

Weitere Informationen finden Sie beim Finanzministerium Baden-Württemberg und beim Bundesfinanzministerium.

Hat mein international agierendes Unternehmen Zugriff auf Exportkreditgarantien?

Sollte Ihr Unternehmen international tätig sein und Exportgeschäfte über Hermes-Bürgschaften abgesichert haben, greifen teilweise auch diese im Fall von Schäden, die auf den Corona-Virus zurückzuführen sind. Dies betrifft Schäden in der Herstellungsphase, die unter die Fabrikationsrisikodeckung fallen. Die Fabrikationsrisikodeckung stellt einen Schutz vor den finanziellen Folgen eines Produktionsabbruchs dar. Abgesichert ist oft auch der Ausfall von Lieferungen, der als Lieferantenkreditdeckung oder auch Forderungsdeckung bekannt ist. Sie bieten Schutz für den Fall, dass ein Auslandskunde eine Forderung nicht bezahlt. Diese Forderung muss auch tatsächlich bestehen. Unter Umständen können Schäden aufgrund des Corona-Virus auch einen Fall höherer Gewalt darstellen und die Forderung entfallen lassen. Wenden Sie sich daher auch bei Zahlungsverzügen umgehend an die Euler Hermes AG.
 
Ihr Ansprechpartner im Zusammenhang mit allen Fragen zu Exportkreditgarantien, die über Hermes-Bürgschaften abgesichert wurden, ist die Euler Hermes AG in mit der kostenpflichtigen Telefonnummer 040-8834 9000 oder der E-Mail-Adresse info@exportkreditgarantien.de. Weiterführende Informationen finden Sie außerdem auf der Internetseite der Euler Hermes AG.

Gibt es finanzielle Förderungen zur Einrichtung von Home-Office-Arbeitsplätzen?

Go-Digital ist ein Förderprogramm, mit dem die Einrichtung von Home-Office-Plätzen finanziell unterstützt werden kann. Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn ist jetzt ohne Zuwendungsbescheid möglich.

Das Förderprogramm „go-digital“ des BMWi richtet sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und das Handwerk. Go-Digital bietet neben den Modulen „Digitale Markterschließung“ und „IT-Sicherheit“ auch das Modul 3 – „Digitalisierung von Geschäftsprozessen“ an, dessen Leistungsspektrum vor dem Hintergrund der Corona-Krise nun erweitert wird.  Ab sofort können demnach IT-Dienstleistungen, die die Einrichtung von Homeoffice-Plätzen zum Ziel haben, offiziell unter dem besagten Modul beantragt und bewilligt werden. Hierzu zählt vor allem der Aufbau sowie das Einrichten der zugehörigen Hardware. Software, die dabei zum Einsatz kommt und über die gängigen Standards hinausgeht, ist ebenfalls förderfähig. Von der Förderung weiterhin ausgeschlossen sind hingegen reine Investitionsmaßnahmen in Hard- und Standardsoftware.

Ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn ist möglich. KMU müssen nicht auf den Zuwendungsbescheid warten.

Konkrete Fragen zur Förderfähigkeit und Beantragung beantwortet der Projektträger, die EURONORM GmbH, telefonisch unter 030 97003-333.

Weitere Unterstützungsmöglichkeiten

Welche existenzsichernden Unterstützungen gibt es für Freiberufliche und Solo-Selbstständige?


Der Bund hat ein weiteres Soforthilfeprogramm beschlossen, die Umsetzung erfolgt über die Länder. Unternehmen und Organisationen aus allen Wirtschaftsbereichen, soweit sie sich nicht für den Wirtschaftsstabilisierungsfonds qualifizieren und soweit sie ihre Geschäftstätigkeit in Folge der Corona-Krise anhaltend vollständig oder zu wesentlichen Teilen einstellen mussten, Soloselbständige und selbständige Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb sind antragsberechtigt.

Antragsberechtigt sind auch von der Corona-Krise betroffene gemeinnützige Unternehmen und Organisationen, unabhängig von ihrer Rechtsform, die dauerhaft wirtschaftlich am Markt tätig sind (z. B. Jugendbildungsstätten, überbetriebliche Berufsbildungsstätten, Familienferienstätten). Bei diesen Unternehmen und Organisationen wird statt auf die Umsätze auf die Einnahmen (einschließlich Spenden und Mitgliedsbeiträge) abgestellt. Öffentliche Unternehmen sind von der Förderung ausgeschlossen. Dies gilt nicht für Bildungseinrichtungen der Selbstverwaltung der Wirtschaft in der Rechtsform von Körperschaften des öffentlichen Rechts (Bildungseinrichtungen der Kammern, Kreishandwerkerschaften oder Innungen).

Die Zuschüsse sind zurückzuzahlen, sollte das Unternehmen nicht bis August 2020 fortgeführt werden. Eine Auszahlung der Zuschüsse an Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb eingestellt oder die Insolvenz angemeldet haben, ist ausgeschlossen. Die Antragsfristen enden voraussichtlich jeweils spätestens am 31. August 2020 und die Auszahlungsfristen am 30. November 2020.

Mehr Informationen finden Sie unter der Frage "Gibt es für mich oder mein Unternehmen Zuschüsse, die nicht zurückgezahlt werden müssen?".

Außerdem steht es allen Personen in Deutschland zu, die zu wenige oder keine Mittel haben, um den Lebensunterhalt für sich (und die eigene Familie) sicherzustellen, Grundsicherung zu beantragen. Sollten Sie also aus bestimmten Gründen keine der auf dieser Homepage aufgezeigten Maßnahmen zur Liquiditätssicherung beanspruchen können und keinen Zugriff auf finanzielle Rücklagen haben, können Sie beim zuständigen Jobcenter Grundsicherung beantragen. Bitte beachten Sie, dass Ihre Selbstständigkeit auch in der Zeit, in der Sie Grundsicherung erhalten, weiterlaufen kann.

Der Gesetzgeber hat vorübergehend den Zugang zur Grundsicherung erleichtert. Wer ab dem 1. März und bis einschließlich dem 30. September 2020 einen Antrag auf Grundsicherung stellt, erhält Erleichterungen. Es ist nur zu erklären, ob erhebliches Vermögen vorhanden ist. Nur bei erheblichem Vermögen findet eine Vermögensprüfung statt. Wie Sie Grundsicherung beantragen können und viele weitere Informationen finden Sie im entsprechenden FAQ-Katalog zur Grundsicherung auf der Webseite der Bundesagentur für Arbeit.

Wo kann ich mich bei einer akuten finanziellen Schieflage meines Unternehmens beraten lassen?

Seit dem 15. Mai können sich Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern bei einem der vier branchenorientierten Beratungsdienste informieren und je nach Bedarf die kostenlose Beratung durch einen erfahrenen Experten erhalten. Für die „Krisenberatung Corona“ hat das Wirtschaftsministerium das RKW Baden-Württemberg, die Beratungs- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft für Handwerk und Mittelstand (BWHM), die DEHOGA Beratung und die Unternehmensberatung des Handelsverbandes Baden-Württemberg beauftragt. Interessierte Unternehmen können sich direkt an die Beratungsdienste wenden. Im Rahmen eines Erstgesprächs werden die Fördervoraussetzungen abgeklärt, die Beratungsbedarfe analysiert und ein geeigneter Krisen- und Sanierungsexperte vermittelt. Mehr Information...

Gibt es spezielle Unterstützungsleistungen für Existenzgründer/innen?


Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau unterstützt Start-ups in der Corona-Krise mit dem Förderprogramm „Start-up BW Pro-Tect“. „Start-up BW Pro-Tect“ ist eine Ausweitung der bundesweit einmaligen Frühphasenförderung „Start-up BW Pre-Seed“ auf krisengeschüttelte Start-ups, die die erste Finanzierungsrunde schon erfolgreich beendet haben. Sie wird wie ein Wandeldarlehen gewährt und kann einen ersten Kapitalbedarf von bis zu 200.000 Euro abdecken, wovon 80 Prozent vom Land finanziert werden und 20 Prozent von privaten Ko-Investoren stammen müssen. In begründeten Ausnahmefällen kann der Zuschuss auch bis zu 400.000 Euro betragen.

Informationen zu den Fördervoraussetzungen und weitere Informationen finden Sie unter www.startupbw.de.

Das Landeskabinett hat den Weg für ein weiteres Hilfsprogramm zur Bewältigung der Corona-Krise gemacht. Mit dem Mezzanine-Beteiligungsprogramm sollen vor allem Start-ups und mittelständische Unternehmen unterstützt werden. Das Mezzanine-Beteiligungsprogramm wird in Zusammenarbeit mit dem Bund umgesetzt. Insgesamt stehen von Landesseite 50 Millionen Euro zur Verfügung. Damit können bis zu 250 Millionen Euro an Finanzierungsvolumen bewegt werden. Die L-Bank vergibt die Mittel an akkreditierte Finanzintermediäre, die die Mittel in Form von Wandeldarlehen, Nachrangdarlehen und stillen Beteiligungen bis hin zu direkten Beteiligungen im Einzelfall an die Unternehmen ausreichen können. Davon trägt 70 Prozent der Bund, 20 Prozent das Land und 10 Prozent die Finanzgesellschaft, die als Intermediär die Beteiligung oder das Finanzierungsgeschäft umsetzt. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite des Wirtschaftsministerium Baden-Württemberg.

Start-ups haben darüber hinaus grundsätzlich Zugang zu allen Unterstützungsmaßnahmen des Corona-Hilfspakets des Bundes. Jedoch passen klassische Kreditinstrumente häufig nicht auf die Bedürfnisse von Start-ups, jungen Technologieunternehmen und kleinen mittelständischen Unternehmen. In vielen Fällen erfüllen sie die von Hausbanken gestellten Anforderungen an Kreditnehmer aufgrund ihres jungen Alters und meist sehr innovativen Geschäftsmodells nicht. Deshalb bietet der Bund ein maßgeschneidertes Unterstützungspaket an, das schrittweise umgesetzt werden soll.

Weitere Informationen beim Bundeswirtschaftsministerium.

Informationen zur Corona-Verordnung

Grundlage zur Festellung, ob Sie von den aktuellen Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus betroffen sind, ist die Rechtsverordnung „Verordnung der Landesregierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus SARS-Cov-2 (Corona-Verordnung - CoronaVO) vom 23. Juni 2020" (in der jeweils aktuellen Fassung).

Im FAQ-Katalog zur Corona-Verordnung der Landesregierung Baden-Württemberg finden Sie zahlreiche Detailinformation und hilfreiche Links. Eine detaillierte Übersicht, welche Einrichtungen und Ladengeschäfte geöffnet bleiben dürfen, welche geschlossen haben müssen und alle wirtschaftsbezogenen Einzelverordnungen finden Sie in den Auslegungshinweisen (488 KB) des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg.

Bitte beachten Sie auch die jeweiligen Hygienebestimmungen sowie Abstandsgebote. Bei Fragen zur konkreten Auslegung der Corona-Verordnung, wenden Sie sich bitte an die in Ihrer Kommune zuständige Ortspolizeibehörde.

Weitere Informationen für Unternehmen und Beschäftigte

Corona-Fall im Betrieb – Was ist zu tun?

Diese Frage kann sich aktuell in jedem Betrieb stellen: Was ist zu tun, wenn ein Mitarbeiter oder eine Mitarbeiterin sich mit dem Corona-Virus infiziert hat oder der begründete Verdacht auf eine Infektion besteht. Eine neue Broschüre von Berufsgenossenschaften und Unfallkassen nennt die richtigen Ansprechpartner und gibt Hinweise, wie auch in dieser Situation Sicherheit und Gesundheit im Unternehmen bestmöglich gewahrt werden können.

Im Zusammenhang mit der Corona-Epidemie gelten besondere Richtlinien für den Arbeitsschutz. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat hierzu einen Standard veröffentlicht (SARS-CoV-2-Arbeitsschutzstandard). Weitere Informationen finden Sie unter www.bmas.de/arbeitsschutzsstandard.

Das Gesundheitsamt stellt keine gesonderten Anforderungen. Prinzipiell müssen am Arbeitsplatz auch immer die Vorgaben der jeweils aktuellen Corona-Verordnung eingehalten werden. Sollten darüber hinaus Fragen aufkommen, können Sie gerne eine E-Mail an covidinfo@rhein-neckar-kreis.de schreiben oder direkt bei der Hotline des Gesundheitsamtes unter Telefon 06221/ 522 1881 anrufen.

Wie setze ich die Senkung der Mehrwertsteuer bis 31.12.2020 praktisch um?


Die geplante Mehrwertsteueränderung und der administrative Aufwand werfen zahlreiche Fragen für die Praxis auf. Ein vom Bundesfinanzministerium veröffentlichtes Schreiben vom 1. Juli 2020 enthält eine Anleitung wie eine Umsatzsteuererklärung 2020 umzusetzen ist.

Im Katalog der Bundessteuerberaterkammer finden Sie News und Fakten zum Konjunktur- und Zukunftspaket der Bundesregierung.

Wie kann ich die Ausbildung meiner Auszubildenden sichern, trotz Kurzarbeit?

Für die Betriebe kann es schwierig sein, während der Kurzarbeit die Ausbildungsleistungen zu erbringen, zu denen sie rechtlich verpflichtet sind. Mit der Förderung der Verbundausbildung sollen flexible Lösungen ermöglicht werden, damit die Kurzarbeit nicht zu Lasten der Ausbildungsqualität geht. Ausbildungsbetriebe, die allein eine vollständige Ausbildung nicht durchführen können und deshalb einen Ausbildungsverbund bilden, können durch Gewährung einer Prämie gefördert werden.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen werden die Bedingungen für kurzarbeitende Betriebe erleichtert: Statt der sonst geforderten 20 Wochen im Partnerbetrieb kann eine Förderung erfolgen, wenn der Auszubildende während der Kurzarbeits-Phase mindestens vier Wochen seiner Ausbildung in einem Partnerbetrieb absolviert. Der Betrieb erhält dann eine einmalige Zuwendung in Höhe von 1.000 Euro.

Alle Informationen zum Programm „Azubi im Verbund – Ausbildung teilen“ finden Sie hier.

Was gibt es bei Minijobbern (450-Euro-Kräften) zu beachten?

Auch hinsichtlich der angestellten Minijobber gibt es zahlreiche offene Fragen, wie z.B. ob Minijobber auch für das Kurzarbeitergeld anzumelden sind, ob eine Entgeltzahlung weiterhin stattfinden muss oder auch welche Entschädigungsmöglichkeiten es für Arbeitgeber gibt. Zahlreiche Informationen hierzu finden Sie auf der Webseite der Minijob-Zentrale.

Was ist beim Homeoffice zu beachten?

Aufgrund der Vielzahl an Maßnahmen, die nun durch Bund, Länder und Kommunen gefordert und umgesetzt werden, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, haben zahlreiche Unternehmen ihre Mitarbeiter ins Homeoffice geschickt. Doch wie richte ich meinen Homeoffice-Arbeitsplatz am besten ein und wie schaffe ich es mich, trotz des Heimarbeitsplatzes, genügend zu bewegen?

Die Onlineplattform t3n bietet Ihnen mit ihrem Corona-Homeoffice-Guide (2 MB) nun einige Lösungsansätze, wie die Heimarbeit am besten funktioniert und worauf es für alle Beteiligten zu achten gilt.

Was ist beim Austausch von Gesundheitsdaten zu beachten (Datenschutz)?

Durch die Ausbreitung des Coronavirus stehen viele öffentliche und private Arbeitgeber, aber auch viele Beschäftigte vor der Frage, welche Gesundheitsinformationen sie austauschen müssen, können und dürfen.

Dürfen Arbeitgeber aktuelle private Handynummern oder andere Kontaktdaten von der Belegschaft erheben, um die Beschäftigten im Falle einer Schließung des Betriebs oder in ähnlichen Fällen kurzfristig warnen oder auffordern zu können, zu Hause zu bleiben?

Dürfen Arbeitgeber Informationen darüber erheben und weiterverarbeiten, ob ein Beschäftigter in einem Risikogebiet war oder mit einem Erkrankten direkten Kontakt hatte?

Dazu hat der Landesdatenschutzbeauftragte FAQs zum datenschutzgerechten Umgang mit Corona-Fällen zusammengestellt.

Weitere Informationen beim LfDI.