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Wegen einer internen Veranstaltung bleiben amFreitag, 1. Dezember 2017alle Dienststellen des Rhein-Neckar-Kreises einschließlich der Kfz-Zulassungs- und Führerscheinbehörden geschlossen.Wir bitten um Ihr Verständnis.

Kartenausstellung wird verlängert

Ein Highlight der Ausstellung ist der kolorierte Kupferstich von Matthias Quad aus dem Jahr 1596, rund 10 Jahre später war der Geograf übrigens Rektor der reformierten Lateinschule Weinheim.

Eigentlich wäre mit der Sonntagsöffnung am 27. August, von 14 bis 17 Uhr, und der Mittwochsführung vom 30. August, 17 Uhr, die Ausstellung „Die Rhein-Neckar-Region in alten Landkarten“ nach einer Laufzeit von rund elf Wochen zu Ende gegangen. Doch wegen des großen Publikumszuspruchs und vielen begeisterten Einträgen im Gästebuch haben sich die Verantwortlichen entschlossen, die Schau mit 70 historischen Landkarten aus der Mitte des 16. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zu verlängern - und zwar bis zum 11. Oktober 2017.

Zwei weitere Führungen

Sie wird also weitere knapp sechs Wochen von Montag bis Freitag in der Zeit von 9 bis 16 Uhr zu sehen sein. Auch zwei weitere Führungen werden angeboten, jeweils mittwochs, am 27. September und am 11. Oktober ab 17 Uhr.

Großer Publikumszuspruch

Die vielen einzelnen Gäste und Besuchergruppen zeigten sich, so vermerkt es das Gästebuch, „begeistert von der Vielfalt der Ausstellung“, sprechen von einer „sehr interessanten Zeitreise“, einer „unglaublichen Ästhetik“. Dabei ist die Präsentation nicht nur alleine etwas „für große Jungs, die glänzende Augen bekommen“, wie eine Besucherin bemerkte. Vielmehr ist für alle „Geschichtsfans zu empfehlen“, denn sie ist schlicht „faszinierend“, so einige weitere Kommentare. Die „großartige Sammlung, und schön präsentiert“ habe die „Erwartungen mehr als erfüllt“, wobei Besucher nicht nur „immer wieder überrascht sind zu sehen, wie sich die Kartographie weiterentwickelt hat“, sondern sich an der „Vielfalt der Schreibweisen von Orten“ begeistern, sagen die aus „Sultzingen“ und „Birstall“, aus „Ippenhausen und Soberheim“, eben aus der ganzen Metropolregion Rhein-Neckar Gekommenen. Es ist also wirklich eine „sehr schöne Zusammenstellung der alten Karten – gut, dass es einen Katalog gibt...

Katalog erhältlich

Und tatsächlich stößt der vom Rhein-Neckar-Kreis herausgegebene Katalog mit seinem ungewöhnlichen Format und der schönen Haptik ebenfalls auf großes Interesse. Neben den hervorragenden Reproduktionen der Landkarten aus der beeindruckenden Sammlung von Herbert Kempf, der sich sehr über den großen Publikumszuspruch freut, gibt der informative Text von Kreisarchivar Dr. Jörg Kreutz einen guten Überblick über das zum Teil phantasievoll ausgeschmückte Kartenwerk und die Kartographiegeschichte der Rhein-Neckar-Region.

In der Ausstellung wie im Katalog sind Arbeiten großer Kartographen, wie Sebastian Münster und Gerhard Mercator, sowie aller niederländischen, französischen und deutschen Verlegerdynastien, die damals mit dem „Atlas“, der in Buchform publizierten Kartensammlung, eine neue Art des frühmodernen ‚Massenmediums‘ gedruckt und vertrieben haben. In manchen der einerseits stilistisch oft ähnlichen Landkarten verblüffen die oft kunstvoll gestochenen dekorativen Schmuckelemente wie Kartuschen oder Vignetten, die in den Verlagen von versierten Mitarbeitern mit großer Sorgfalt koloriert oder illuminiert worden sind. Manche dieser Bilder entfalten als große Detailaufnahmen im Katalog ein beeindruckendes Eigenleben.

Weitere Informationen

Die Ausstellung "Die Rhein-Neckar-Region in alten Landkarten" im Kreisarchiv Rhein-Neckar-Kreis, Trajanstraße 66, 68526 Ladenburg, läuft noch bis zum 11. Oktober 2017.

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag, 9 bis 16 Uhr sowie Sonntag, 27. August, 14 bis 17 Uhr.

Der Eintritt ist frei.

Das Katalogbuch „Die Rhein-Neckar-Region in alten Landkarten“ mit 120 Seiten und 91 Abbildungen ist zum Preis von 16 Euro erhältlich im Buchhandel (ISBN 978-3-932102-36-3) oder direkt beim Kreisarchiv: eigenverlag@rhein-neckar-kreis.de